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Schönbach.
getrennt wurde. Sie gehört der Mitte des XIII. Jahrhunderts
an, ist von einer Hand deutlich und hübsch geschrieben.
Einige Bemerkungen über die Lautbezeichnung werden
genügen. Der Circumflex findet sich angewendet, aber ganz
unregelmässig (öfters wird e vor r, s zu e), so dass er wohl
nur hie und da aus der Vorlage übernommen sein dürfte;
manchmal ist er auch falsch gesetzt, ce für e; e, ee, e für ce.
ei ist nur selten zu ai geworden, ebenso % : ei; ou : au; ü, ü : ou.
u für uo, besonders aber u, ü für ou. iu auch für ie und i
mehrfach, -cer wiegt noch vor gegen -er — cere. Umlaut der
langen Vocale sehr wenig beliebt, i überaus häufig in den
Endungen. — Sehr wenige ch für 7c, sogar k für ch; dagegen
cch für ck. li für ch. th für ht 9 Mal. w für h, b für w, v für w.
gw für gew, sogar guonheit XXXVI. tt öfters nach Diphthongen
und langen Vocalen. c für z; ss, zs für §; sc und sh für sch.
Sehr starke und häufige Verkürzungen. Oft wem für werden.
Besonders erscheint statt -det, -tet oftmals t. Inclinationen: arm,
inm, voran, durchz. 6 Mal zldosters als Gien., mehrmals zklöster
Nom. Auch Apokopen und Synkopen sind häufig, erstere besonders
bei Conjunctiven.
Unsere Handschrift neigt stark zum Mitteldeutschen; die
Vorlage stammt gewiss daher, ist in Baiern abgeschrieben und
dabei wohl auch etwas geändert worden: die bairischen Zeichen
nehmen gegen das Ende des Stückes zu. Vor Allem stimmt
B so genau mit der von V. Kaeferbäck (Programm des I. Staatsgymnasiums
in Graz, 1868) behandelten Admonter Hs. A,
dass nur die Annahme, der Admonter Codex sei eine Abschrift
des unsrigen, aufgestellt werden kann, nicht die einer gemeinsamen
Vorlage. Vgl. die Fehler und Missverständnisse des
Adm., deren gröbste in den Capiteln I. II. IV. XX. LVIII
Vorkommen. Nach der Angabe von Schmeller stammt B aus
Aspach und ist von derselben Hand gescln-ieben, welche das
viel überschätzte Docen’sche Bruchstück von Wernhers Marienliedern
aufzeichnete. Aspach (jetzt Asbach) wurde von Otto
von Bamberg 1127 gegründet (Hund, Metropolis Salisburgensis
II, 75); die einzige überlieferte Urkunde eines Bündnisses mit
Admont weist dasselbe nach als geschlossen allerdings erst
am 1. August 1477 (Wichner, Gesell, v. Adm. IV, 15), allein
es mag wohl schon früher eines bestanden haben, und der