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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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D.  H.  Müller.

3.  belehren  uns  die  ma'in’schen  Inschriften,  dass  die
Könige  von  Ma'in  neben  dem  Titel  ,König-  bisweilen  auch
den  Titel  /Mizwäd'  (d.  h.  Grosser,  Fürst)  geführt  haben,  also
ganz  analog  wie  die  sabftischen  Könige;  dort  aber  ist  die  Annahme, ­
  dass  es  einen  Grossen  des  Reiches  bezeichnet,  desswegen
  unzulässig,  weil  sie,  wie  gesagt,  diesen  Titel  neben
dem  Königstitel  führten,  z.  B.  ,König  von  Ma'in  und  Mizwäd
von  Ma'in'.
Wir  gehen  nun  an  die  Betrachtung  der  drei  Perioden.
I.  Periode  der  sabäischen  Geschichte.  —  Die  Herrscher
führen  den  Titel  Mukrab.
1  Damar'ali  Fürst  (Mukrab)  von  Saba’
2  Kariba’il  Watär  Samah'ali  Janüf  Jada'il  (H.  61)?
3  Jata'mar  Bajjin  r
4  Samah'ali  Fürst  v.  S.
5  Jada'il  Dirrih  Jata'amar  Watär
6  Jata'amar  Watär  Samah'ali  Janüf
7  Jada'il  Bajjin
8  Jata'amar
9  Kariba’il  Bajjin  Samah'ali  Janüf
10  Damar'ali  Watär  (?)
Diese  Reihenfolge,  wie  ich  sie  hier  aufgestellt  habe,
macht  keinen  Anspruch  auf  Sicherheit.  Sie  ist  das  Resultat
einer  Wahrscheinlichkeitsrechnung.  Es  wird  indess  gut  sein,
hier  die  Gründe  zu  entwickeln,  die  mich  auf  diese  Zusammenstellung ­
  geführt  haben.  Man  wird  dadurch  in  den  Stand  gesetzt ­
  werden,  Fehler  zu  corrigiren.
Die  ersten  Könige  (Nr.  1—3)  finden  sich  auf  den  massiven ­
  Kegeln  des  Dammes  am  rechten  Ufer  des  Flusses  und
auf  der  Mauer  von  Ma’rib;  die  darauf  Bezug  habenden  Inschriften ­
  sind  oben  angeführt  worden.  Der  Name  des  Kariba’il
Watär,  Sohn  des  Damar'ali,  kommt  auf  der  leider  sehr  verstümmelten ­
  Inschrift  Fr.  11  vor,  die  in  Sirvväh,  etwa  eine  Tagreise ­
  westlich  von  Ma’rib,  gefunden  worden  ist.  Allo  diese  Inschriften ­
  haben  die  Eigenthümlichkeit,  dass  sie  bustrophedou
            
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