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D. H. Müller.
3. belehren uns die ma'in’schen Inschriften, dass die
Könige von Ma'in neben dem Titel ,König- bisweilen auch
den Titel /Mizwäd' (d. h. Grosser, Fürst) geführt haben, also
ganz analog wie die sabftischen Könige; dort aber ist die Annahme,
dass es einen Grossen des Reiches bezeichnet, desswegen
unzulässig, weil sie, wie gesagt, diesen Titel neben
dem Königstitel führten, z. B. ,König von Ma'in und Mizwäd
von Ma'in'.
Wir gehen nun an die Betrachtung der drei Perioden.
I. Periode der sabäischen Geschichte. — Die Herrscher
führen den Titel Mukrab.
1 Damar'ali Fürst (Mukrab) von Saba’
2 Kariba’il Watär Samah'ali Janüf Jada'il (H. 61)?
3 Jata'mar Bajjin r
4 Samah'ali Fürst v. S.
5 Jada'il Dirrih Jata'amar Watär
6 Jata'amar Watär Samah'ali Janüf
7 Jada'il Bajjin
8 Jata'amar
9 Kariba’il Bajjin Samah'ali Janüf
10 Damar'ali Watär (?)
Diese Reihenfolge, wie ich sie hier aufgestellt habe,
macht keinen Anspruch auf Sicherheit. Sie ist das Resultat
einer Wahrscheinlichkeitsrechnung. Es wird indess gut sein,
hier die Gründe zu entwickeln, die mich auf diese Zusammenstellung
geführt haben. Man wird dadurch in den Stand gesetzt
werden, Fehler zu corrigiren.
Die ersten Könige (Nr. 1—3) finden sich auf den massiven
Kegeln des Dammes am rechten Ufer des Flusses und
auf der Mauer von Ma’rib; die darauf Bezug habenden Inschriften
sind oben angeführt worden. Der Name des Kariba’il
Watär, Sohn des Damar'ali, kommt auf der leider sehr verstümmelten
Inschrift Fr. 11 vor, die in Sirvväh, etwa eine Tagreise
westlich von Ma’rib, gefunden worden ist. Allo diese Inschriften
haben die Eigenthümlichkeit, dass sie bustrophedou