Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

978

D.  II.  Müller.

,Ham'att,  Sohn  des  Wasbän,  Diener  des  Samah'ali,
weihte  dem  'Attar  dieses  Dankgeschenk  und  alle  seine
Kinder,  am  Tage  da  er  vorgesetzt  worden  ist  (d.  h.
die  Oberaufsicht  erhalten  hat)  über  die  MHT  von
Dirw  und  die  MHT  von  QBLTN,  als  eine  Weihung
des  ('Attar)  von  Jahar.  Zu  Ehren  des  'Attar  und
’Almaqah.'
Durch  die  Verbindung  des  Wortes  o'j’y^  mit  dem
Namen  des  Räuchergewürzes  ©)0  ist  evident,  dass
°?Y3  nur  Räuchergefäss,  Räucher-Altar  oder  -Tempel
bedeuten  kann.  Das  Wort  HXTü'{’  bezeichnet  möglicher
Weise  auch  eine  Räucherspecies.
Zu  der  Uebersetzung  dieser  Inschrift  muss  ich  noch
einige  Worte  der  Begründung  hinzufügen.  Halevy  hält
für  einen  gebrochenen  Plural  von  £jjY]  und  übersetzt  Votivstein, ­
  ebenso  Prätorius:  ,Opferstein'.  Abgesehen  davon,  dass
eine  Form  nie  gebrochener  Plural  von  einer  Form
sein  kann,  darf  man  H^jjrhSI  schon  desswegen  nicht  ,Votivstein' ­
  übersetzen,  weil  Reh.  10,  1,  3  die  Rede  ist  von  einem
I  HflVHN  I  einem  ,Maslamän  aus  Gold'.  Desswegen  übersetze ­
  ich  L i5|''] r L |S3  mit  Osiander  ,Dankgeschenk'  (vgl.  hebräisch
D’Ü^u?)  und  glaube,  dass  es  sich  auf  den  Altar  selbst  bezieht.
SIM'I’X  I  3®T  übersetzt  Halevy  ,le  jour  oü  il  a  tcrmine';
ebenso  Mordtmann  (Z.  D.  M.  G.  XXX,  29).  Da  jedoch  $|t>K’X)
wie  aus  allen  uns  vorliegenden  Stellen  hervorgeht,  V.  Form
von  ^N'r’  =  [»tXäj  ist,  so  glaube  ich  nicht,  dass  man  hierfür
die  Bedeutung  ,vollenden',  die  übrigens  an  den  wenigsten
Stellen  passt,  annehmen  darf.
|  ©Y>|'1®  11iu®  hielt  Osiander  für  einen  Nominativ;  Prätorius ­
  und  Halevy  drücken  sich  so  dunkel  aus,  dass  man  nicht
weiss,  wofür  sie  es  halten.  Ich  halte  es  entschieden  für  einen
Accusativ.  Nach  meiner  Auffassung  ist  hier  der  Weihende
ein  Priester,  der,  indem  er  sein  Amt  antrat,  sich  selbst  und
seine  Kinder  dem  Gotte  weihte.  In  gleicher  Weise  sehen  wir
in  der  oben  S.  971  übersetzten  Inschrift  (Fr.  56),  dass  der
Priester  ®<:)  der  Dat-Gadrän  seine  Söhne  und  den  ganzen
Besitz  den  Göttern  weihte.  Noch  deutlicher  tritt  diese  That-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.