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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Die  Burgen  und  Schlosser  Südarabieus  nach  dem  1  kl  11  des  Hamdäni.  11.  977

ionis  gratia  emantur,  quoniam  ture  supplicamus  et  costo.  Vgl.
auch  Dioscorides  I,  15.
Was  die  beiden  Worte  flVN  und  hier  bedeuten,
ob  sie  vielleicht  auch  Namen  von  Gewürzen  sind,  lasse  ich
vorderhand  dahingestellt.  Bevor  ich  aber  zur  Erklärung  der
hierher  gehörigen  Inschriften  schreite,  möchte  ich  noch  auf
eine  merkwürdige  Stelle  im  Talmud  hinweisen,  die  von  der
Zusammensetzung  der  Räucherwerke  bei  den  Juden  handelt.
Ker.  6"  und  Jer.  Jom.  IV,  41 a :
.ruübm  -ru^nm  -ps^ni  ,p$-t  p  )bn)  m  in  püD  nirji  iruo
,cö-pi  nSsp  npicpi  -iö  ,ruö  D^snir  a'jntr  Spra
...  iwn  pöjpi  nirbir  naPpi  ntrs?  d'w  tjtppn  -n:ö  iirp  nirtr
,Eilf  Arten  von  Specereien  waren  darin  (in  den  fpltöj?),  und
zwar  Harz  und  Galbanum  und  Weihrauch  zu  je  70  Manä,
Myrrhe,  Kassia,  Nardosrohr  und  Karkom  je  16  Mäna,
K  o  s  t  o  s  12  und  die  Schale  derselben  3  Mäna,  Zimmt  9  Mäna.’
Wir  finden  also  unter  den  11  Gewürzen  die  vier  wieder,
welche  auf  unseren  Räucherfässern  verzeichnet  sind.
Wir  lesen  Hai.  267:  ®)B  I  Hh)  11hl1  ?[D-Zu
  dieser  Inschrift  bemerkt  Ilalevy:  Une  ligne  tracee
sur  trois  cötes  d’un  creuset  de  pierre.  Dieser  ausgehöhlte
Stein,  der  im  Besitz  eines  Juden  in  al-Ghail  sich  befindet,  ist
nichts  anderes  als  ein  Räucherfass.  und  ®)B  kennen  wir;
zu  erklären  bleibt  nur  'IhllTQ]-  Die  Wurzel  flTQ]  kommt  häufig ­
  in  den  Inschriften  vor,  so  Fr.  11,  öfters  H.  154,  13.  188,
2.  4.  210,  6  und  hängt  mit  hebr.  -  arain.  31tö,  arab.
zusammen.  Der  Ausdruck  entspricht  etwa  dem  hebr.  bei
Opfern  gebräuchlichen  IHItS  IW?  IV“1  ,ein  wohlgefälliger  Geruch ­
  für  den  Herrn'.  Wahrscheinlich  steht  übrigens  auf  dem
Räucherfass  1hin?Q]  für  'IrhllTO]  der  Halevy’schen  Copie.
British  Museum  29  (Os.  30)  ist  eine  Inschrift  auf  einem
Altar  von  weissem  Marmor,  -welcher  bei  Abjan  in  der  Nähe
von  'Aden  gefunden  wurde;  derselbe  ist  2  Fuss  2  Zoll  lang,
11  Zoll  breit  und  5  Zoll  hoch.  Die  Inschrift  lautet:
>l1rn®lh^1r i ]^l)XHThWIT1°Y^r l ili>in°hn>lhniX^f
NY®  I  ?®&  I  X4N&  I  &Y?°  I  B(®r J Yr J  I  ®£YT°  I  ^nrXH  IY^HTXI  N
i)xs°ni)Y?
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SiUnngsber.  d.  phil.-hist.  CI.  XCVII.  Bd.  III.  Hft.

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