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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Die  Burgen  und  Schlösser  Südarabiens  nach  dem  Iklil  des  Hamdäni.  II.

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Zeit  des  Königs  Salomo  erbaut  worden  sind;  ebenso  Salhin,
Bainün  und  Gomdän,  deren  Gleichen  nicht  gesehen  wurde.  Die
Aethiopen  zerstörten  sie  als  sie  Jemen  eroberten.  Man  sagt
auch 7  dieser  Ort  sei  Jalmaqah  genannt  worden,  nach  dem  Namen ­
  der  Bilqis,  der  Tochter  des  Haddäd  du-Sarh  ibn  Sarahbil
  ibn  Harit  ar-Rä'fs,  der  Gattin  des  Salomo;  denn  ihr  Name
war  Jalmaqah.  Al-Haindäni  aber  sagt,  dass  Jalmaqah  den
Venusstern  bezeichne,  weil  der  Name  der  Venus  in  der
Sprache  der  llimjar  Jalmaqah  oder  ’Almaq  (leuchtend)  lautet;
der  Name  des  Mondes  ist  Habjas  (lies:  Haibas)/  Von  der
Voraussetzung  ausgehend,  dass  alle  wunderbaren  Bauten  Jemens ­
  durch  die  dem  König  Salomo  unterthanen  Genien  aufgeführt ­
  worden  sind,  zögerten  die  südarabischen  Genealogen,
denen  das  häufige  Vorkommen  des  Namens  ’Almaqah  in  den
Inschriften  auffallen  musste,  nicht,  denselben  mit  der  Bilqis  zu
identificiren,  der  zu  Ehren  Salomo  die  Schlösser  erbauen  Hess.
Es  ist  gewiss  kein  Zufall,  dass  der  Grossvater  der  Bilqis
Du-Sarh  heisst  und  der  Erbauer  des  ’Almaqahtempels  den
Namen  Ilsarh  'f)^'lr L i  führt;  auch  ist  die  Bilqis  nach  Neswän
eine  Urenkelin  des  Dü-Sahar  (^.^  ^5)  und  Sahar  JfJi
kommt  in  der  angeführten  Inschrift,  Fr.  55,  1  vor.  Die  beiden
Formen  ,’Almaq'  und  ,Jalmaqah'  sind  ersichtlich  aus  ,’Almaqah'
entstanden  und  beide  sind  Versuche  dem  Wort  ein  arabisches
^  ^  G''  **'  -r  ^  G  --Gepräge
  zu  geben  (ek*il  oder  iLLxaj,  wie  Von  ganz
besonderer  Wichtigkeit  sind  die  von  IJamdäni  angeführten
Worte;  sie  scheinen  mir  geeignet  einiges  Licht  auf  die  Göttergeschichte ­
  der  Sabäer  zu  werfen,  wenn  man  sie  in  Zusammenhang ­
  mit  den  Inschriften  betrachtet.  Indem  Hamdäni  ’Almaqah ­
  y^'|  ^  durch  Venus  (Syoj)  erklärt,  hat  er  das  Richtige
getroffen;  denn  beide  Wurzeln  (3+-*  und  heissen  im  Semitischen ­
  ,leuchten,  glänzen'.  Der  Umstand,  dass  ’Almaqah  masc.,
während  Zuharah  fern,  ist,  spricht  nicht  gegen  die  Identificirung,
da  ja  auch  Lucifer  und  houocpcc  masculina  sind.  Bedenkt  man,
dass  ’Almaqah  eine  ausschliesslich  sabäische  Gottheit  ist,  die
bei  den  Minäern  nicht  vorkommt,  und  dass  alle  Weihungen  bei
den  letzteren  dem  'Attar  dargebracht  wurden;  bedenkt  man
ferner,  dass  selbst  in  den  Inschriften  der  Tempel  des  Almaqah
            
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