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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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D,  H.  Müller.

verständlich  sind,  so  z.  B.  die  vierzeilige  Inschrift  Fr.  XL,
wo  in  der  zweiten  Zeile  in  das  Wort  für  Damm  SJi
möglicherweise  zu  erkennen  ist.  Noch  sei  bemerkt,  dass  die
Namen  ,Jada'il  Watär*  Fr.  XXXIV  und  ,Samah'ali  JanüP  Fr.
XLI  Vorkommen.
Die  Ringinaner  Ton  Marib
muss  ebenfalls  in  sehr  früher  Zeit  aufgeführt  worden  sein;
denn  in  der  Nähe  des  westlichen  Thores  liest  man  (Fr.  46
und  49):
,Jata'amar  Bajjin,  Sohn  des  Samah'ali  Januf,  Fürst  von  Saba’,  baute  .  .  .‘ 1
Die  Mauer  ist  also  von  demselben  Fürsten  erbaut  worden,
welcher  die  am  rechten  Ufer  des  Stromes  liegenden  Dammbauten ­
  errichtet  hat.  Von  dem  heutigen,  innerhalb  der  Mauer
auf  einer  Anhöhe  liegenden  befestigten  Dorfe  vermuthete
schon  Arnaud,  dass  es  an  der  Stelle  des  alten  Castells  liege;
er  rühmte  den  Ausblick,  den  man  von  dieser  Stelle  aus  auf
die  Dammbauten  und  die  weite,  scheinbar  von  gräberartigen
Bauten  iibersäete  Ebene  hat.  Dass  die  Hauptstadt  der  Sabäer
auf  einer  Anhöhe  lag,  berichten  die  classischen  Schriftsteller
übereinstimmend. 2  Wahrscheinlich  hat  an  der  Stelle  des  jetzigen
Dorfes  die  Citadelle  Salliin  gelegen,  die  Stammburg  der
sabäischen  Herrscher;  allerdings  ist  heute  die  Ebene  rings  umher ­
  öde  und  baumleer,  in  alter  Zeit  muss  aber  Alles  wohlbebaut ­
  und  mit  Bäumen  bestellt  gewesen  sein,  wie  aus  der  angeführten ­
  Stelle  des  Artemidor  zu  ersehen  ist.
js-Was
  den  Namen  der  Stadt  Ma’rib  (o,Lo,  fl?)SL  Maptaßa)
betrifft,  so  verweise  ich  auf  die  von  J.  H.  Mordtmann  in  der
Zeitschrift  d.  D.  M.  Gr.  XXX,  320  gegebene  Zusammenstellung
und  versuchte  Deutung  —  die  ich  jedoch  nicht  acceptire  —

1
2

11  y  i  Tsn  i  hrirh  i  mrf*  i  oh?  i  ?1°  mn  i  h?ni)Sh°s?
Artemidor  bei  Strabo  779:  Vj  8k  xoli<;  itov  -laßatwv  7j  Maptaßa,  xeTtou  p.ev  ex
opou^  süSsvopou.  Agatharchides  von  Knidus  bei  Müller  Geograph,  min.  to
oe  Ttov  2aßa(cov  aaxo  tou  jcavioi;  sQvou;  7rpoarjyopiav  orjXouv,  etc’  opou?  scriiv
ou  p.£yaXou,  7toXu  xaXXiaiov  tcuv  xaxa  ttjv  ’Apaßiav,  6  xaXetxai  Saßa?.
Diodor  III,  47  (100):  Tou  o’  eOvou;  toutou  |j.7]Tpo7UoXts  semv  $jv  xaXoüm
Saßa^  etc’  opou<;  ihxiapivTj.
            
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