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Höflor.
abhängigkeit, Besitzthum, Recht, das Gefühl menschlicher
Würde, einer besseren Zukunft und Hess ihnen nur die Apathie
einer stummen Verzweiflung. Die Einen verfielen der Sclaverei
und die Andern wurden verpflanzt, die Reicheren verleugneten
ihren Glauben, um ihre Habe zu retten; die Bogumilen, denen
es gleichgiltig war, ob sie nach Aussen hin sich zum Christenthum
oder zum Islam bekannten, gingen in Masse über. Die
Familien, welche ihre Herrschaften behielten, waren zum Kriegsdienste
für die Osmanen verpflichtet und bekämpften nun ihre
Glaubensgenossen, schlugen die Schlachten ihrer Unterdrücker,
halfen diesen ihre Zwingherrschaft begründen und gewöhnten
sich selbst an die Entwürdigung osmanischen Hofdienstes.
Rasch hatten es die Sieger verstanden, die griechische Kirche
als einen Hebel ihrer Herrschaft zu verwenden. Sie triumphirte
über die slavische. Lange genug hatten diese Völker und
Dynastien sich und Andere am Narrenseile herumgeführt, mit
den Romäern gekämpft, mit ihnen sich verbunden, die Aussöhnung
mit der römischen Kirche geheuchelt und sie aufgegeben,
wenn das Entgegengesetzte grösseren Vortheil versprach,
mit Allem gespielt, was Anderen heilig war, nicht
Treue, nicht Vertrag gehalten, die sicherste Grundlage der
Staaten, das eheliche Verhältnis, nach Willkür zerstört. Sie
selbst waren eine Musterkarte von Reichen geworden, wie sie
nicht sein sollten, Bruder- und Vatermord in Serbien, immerwährende
Kämpfe um die Herrschaft in Bulgarien, Hineinziehung
von Fremden in den inneren Streit, Hass gegen Andersgläubige,
treuloses Hin- und Ilerschwanken von einer Richtung zur
andern, Verachtung einer Cultur, die sie nicht schaffen konnten,
Vorliebe für jede nationale Unsitte hatten zuletzt bewirkt, dass
sie auch an Niemandem mehr eine Stütze fanden. Als
König Sigmund sich aufmachte, die Christenheit vor dem
Hereinbruche der Osmanen zu retten, hatte er den Serben
Stefan Lazarewic und den Bulgarenkaiser Sracimir gegen sich.
Sigmunds Niederlage bei Nikopolis (28. September 1396) vollendete
den politischen und socialen Untergang der beiden
Hauptreiche der Südslaven. Gerade unter so schlimmen äusseren
Verhältnissen lösten die Polen ihre politische Vereinigung mit
den Ungarn, entsclilug sich König Wenzel des Kaiserthums,
das allein noch Mitteleuropa aufzurichten im Stande gewesen