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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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Hofier.

kirche;  darin  zeigt  sich  eben  das  echtslavische  Moment,  dass
nicht  an  eine  gemeinsame  Vergangenheit  angeknüpft  wird,  nicht

cletia,  Dalmatien,  Trawonien,  Bosnien,  Eascien,  überhaupt  der  vom  heiligen
Pani  (!)  bekehrten  Serben.  Seine  Mutter  Anna  war  eine  Tochter  des  griechischen ­
  Kaisers  Eomanos.  Wann  jedoch  dieser  im  Zeitalter  der  Komnenenkaiser
  lebte,  ist  nicht  leicht  zu  sagen.  Als  junger  Mensch  entweicht
Rastko  durch  List  seinen  Aeltern  und  geht  heimlich  zu  den  Einsiedlern
und  Mönchen  des  Berges  Athos.  2.  Serben,  welche  von  dem  Vater  Nemanja
  ausgeschickt  werden,  den  Flüchtling  zurückzubringen,  werden
trunken  gemacht,  prügeln  nun  wohl  die  Mönche  von  St.  Pantaleon,  wo
sich  Rastko  aufhielt,  allein  zuletzt  müssen  sie  doch  ohne  ihn  nach  Hause
gehen,  zur  ungeheuren  Betrübniss  der  Aeltern,  und  Rastko  wird  zum
Mönche  Saba.  3.  Als  solcher  unterzieht  er  sich  den  strengsten  ascetischen
Uebungen,  entkommt  Corsaren,  baut  mit  dem  Gelde,  das  sein  Vater
schickt,  verfallene  Kirchen  auf  und  bewegt  endlich  seinen  Vater  selbst,
Mönch  zu  werden.  4.  Am  25.  März  (1196?)  übergibt  Stefan  Nemanja  sein
Reich  seinem  gleichnamigen  Sohne,  dem  der  Erzbischof  Kyr  Kailinikos  und
der  Vater  die  Hände  auflegen,  worauf  ,die  Krönung  mit  dem  üblichen
Ceremoniel  vor  sich  geht 1 ,  und  doch  war  Stefan  II.,  als  er  von  seinem
Bruder  Saba  gekrönt  wurde,  der  erstgekrönte!?  Auch  die  Mutter  geht
in  ein  Kloster  und  heisst  nun  Anastasia,  der  Vater  Simeon  der  Mönch,
das  serbische  Gold  strömt  auf  den  Berg  Athos,  der  sich  mit  Kirchen  und
Klöstern  bedeckt,  Saba  wird  Hegumen  des  Klosters  Vasopode.  5.  Dann
folgt  die  Reise  Saba's  zu  seinem  Verwandten  dem  Kaiser  Alexios  (Augelos), ­
  von  dem  er  das  Kloster  Khilandar  erlangt,  das  nun  serbisches
Hauptkloster  wurde  und  mit  serbischem  Gelde  aufgebaut  wird.  6.  Zweite
Reise  Sabas  nach  Constantinopel  zu  dem  Kaiser  Alexios  Komnenos
(i.  e.  Angelos)  um  neue  Concessionen  für  die  Mönche  zu  erlangen,  wobei
ihm  eine  Frau  einen  bedeutenden  Schatz  anzeigt,  den  er  nachher  auch
erhebt.  7.  Folgt  nun  der  Tod  des  Vaters,  sein  Begräbniss  und  das
Wunder  vom  Sarge,  der  mit  wohlriechendem  Oele  sich  füllt,  d.  h.  der
serbische  Heilige  wirkt  dasselbe  Wunder,  das  sich  am  Grabe  des  heiligen
Demetrius  zu  Salonichi  vollzieht,  den  Bulgaren  und  Romäer  verehren;
der  ehemalige  Serbenfürst  erscheint  seinem  Sohne  in  himmlischer  Glorie,
erklärt,  er  müsse  Erzbischof  werden  und  nach  Jerusalem  wallfahren.  Die
Glorification  des  heiligen  Simeon  macht  dann  einen  beträchtlichen  Theil
der  Lebensbeschreibung  aus.  8.  Jetzt  erst  wird  Saba  zum  Priester  geweiht, ­
  geht  nach  Salonichi  zum  Grabe  des  heiligen  Demetrius,  wird  dort
zum  Archimandriten  von  Khilandar  von  dem  griechischen  Metropoliten
geweiht  und  als  nun  der  blutige  Krieg  zwischen  den  Serbenbrüdern
Stephan  und  Vulkan  ausbraeh,  Serbien  in  die  Sklaverei  der  Fremden
fiel  (den  Ungarn  unterworfen  wurde,  1204),  begibt  sich  Saba  auf  Bitten
Stefans  nach  Serbien  mit  den  Reliquien  des  Vaters,  aber  nur  bis  zum
Kloster  Studenitza.  9.  Nun  wendet  sich  die  Erzählung  der  Art  und
Weise  zu,  wie  Saba  Erzbischof  wurde.  Er  thut.  Wunder,  versöhnt  seine
            
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