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Hofier.
von den Czechen mit äusserster Wildheit bekämpft worden
waren. Von allen slavischen Fürsten erhalten sich nur die von
Mecklenburg und Pommern, und auch diese verfallen bei der
Ausbreitung der dänischen Macht am Ende des XII., Anfang
des XIII. Jahrhunderts scandinavischer Herrschaft. Als sie
aber sich von den Dänen frei machen, ist der Germanisirungsprocess
im Obodritenlande (Mecklenburg) wie in Pommern bei
der Dynastie wie bei dem Volke entschieden und die Begründung
von Kirchen und Klöstern wie von Städten bringt den völligen
Bruch mit der slavischen Welt hervor. Nirgends hat aber
diese einen grösseren Eintrag erlitten als im jetzigen Niederdeutschland
von der Elbe bis zur Oder und den deutschen
Küsten entlang, und auch das is.t hiebei bemerkenswerth, dass,
als diese Katastrophe gegen Ende des XII. Jahrhunderts als
geschichtliche Thatsache eingezeichnet wurde, im Süden sich
zwei slavische Reiche erhoben, das zweite bulgarische und das
serbische, in der Mitte aber Böhmen, wenn auch als Glied des
deutschen Reichs, sein bleibendes Königthum erlangt.
Wieder machte sich eine höchst eigenthümliche Gestaltung
der Dinge bemerkbar. Die Erhebung der Bulgaren wie der
Serben war eine Empörung gegen das romäische Reich, das
der Komnene Manuel zu seiner alten grossen Bedeutung zurückgeführt
hatte, das aber nach seinem Tode 1180 unter dem
Wütherich Andronikos rasch von seiner Höhe sank. War das
frühere Bulgarenreich ein hunnisches (türkisches) gewesen, das
sich erst im Laufe der Jahrhunderte slavisirte, so ging die Erhebung
der Bulgaren jetzt von den Wlachen aus, die die Bulgaren
mit sich fortrissen und selbst sich wieder auf die Rumänen
stützten. Die Natur der Dinge brachte es dann mit
sich, dass, da die Erhebung der Serben wie der Wlachobulgaren
gegen das romäische Reich gerichtet war, beide Völker
mit dem Abendlande Verbindungen suchten. Die Serben boten
Kaiser Friedrich Barbarossa, als er auf dem Kreuzzuge nach
Nissa rückte, ihre Unterwerfung an; das Haus Äsen aber,
welches den wlachobulgarischen Aufstand organisirt hatte, lehnte
sich an den römischen Stuhl an und suchte durch diesen eine
feste politische Stellung zu gewinnen. Wirklich erfolgte auch
von Rom aus 1204 Anerkennung des neuen Czarthums und
Krönung des Czaren (des rex qui imperat).