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Höf ler.
die alle Cultur der karolingischen Periode vernichteten, oder
den Deutschen, deren Reich mühselig erst im Kampfe mit den
Magyaren aufgerichtet werden musste, war erst die grosse
Frage. Es war ungemein viel gemordet worden, und ein
geringer Ersatz dadurch entstanden, dass Gross-Preslav, einst
Marcianopolis, als Residenz der Czaren gegründet wurde. Es
war nicht blos Hochmuth, der die Romäer auf Bulgaren und
Slaven mit Verachtung blicken Hess. Sie fühlten sich mit
Recht als die Träger einer tausendjährigen Cultur und sahen
in den Völkern, welche ihnen gegenüberstanden, nur die privilegirten
Zerstörer derselben, die wohl vernichten konnten,
was sie zu schaffen nicht im Stande waren, die aber nach
Sitte und Lebensweise, in Schmutz und Rohheit befangen,
noch lange nicht Miene machten, den Barbaren auszuziehen.
Es war vielleicht für beide Theile erschrecklich, dass ein
wahrer Abgrund des Hasses sie trennte, keine Verständigung
aufkommen liess, keine Einheit kannte, als die des Siegers
über den niedergeworfenen Besiegten. Für die Bulgaroslaven
aber war das Schlimmste die innere Zwietracht im Fürstenhause
selbst; die romäische Cultur zog die Fürsten ebenso an,
als sie wieder durch das nationale Gefühl davon abgestossen
wurden. Endlich drang noch Swiatoslav mit den Russen ein
und seizte sich in Nordbulgarien fest, während sich im Süden
ein zweites Reich bildete und, was über kurz oder lang zu
erwarten war, das romäische Reich sich reorganisirte und für
die zahlreichen Menschenschlächtereien, die constanten Verwüstungen
eines der schönsten Theile von Europa den Rachekrieg
erhob. Da wurde im Zeitalter der Ottonen erst das
Reich Simeons erobert, seine Dynastie zur Abdankung gezwungen,
sein Schatz nach Constantinopel gebracht (971), und
als dann Basilios II. Kaiser wurde, — eine der bedeutendsten
Heldengestalten des Mittelalters, Zeitgenosse Ottos III. und
Heinrichs II. —- erfolgte durch eine Reihe blutiger Feldzüge
der tragische Untergang auch des südbulgarischen Reiches, der
feierliche Triumph des Bulgarentödters zur Muttergotteskirche
der athenischen Akropolis, der noch glänzendere Triumph in
Constantinopel. Beide bulgarischen Reiche existirten 1019
nicht mehr, wohl aber war das romäische Kaiserreich von der
Donaumündung bis zum adriatischen Meere und Italien wieder