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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Abhandlungen  ans  dem  Gebiete  der  slavischen  Geschichte.  IV.

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reiches,  andererseits  die  Niederwerfung  der  Wenden,  der  feste
Anschluss  Böhmens  an  das  deutsche  Reich  und  die  wiederholte ­
  Begründung  eines  böhmischen  Königthums  durch  die
Deutschen,  in  der  Mitte  aber  das  magyarische  Königreich  als
ein  neues  Centrum  der  slavischen  Welt  durch  die  politische
Verbindung  Croatiens  und  Dalmatiens  mit  dem  ungarischen
Königreiche,  endlich,  bei  dem  fast  gleichzeitigen  Verfalle  der
romäischen  Macht  unter  den  Angeloi  und  der  deutschen  bei
dem  Tode  Kaiser  Heinrich  VI.,  die  Anfänge  einer  neuen  slavischen ­
  Staatenbildung  in  Bulgarien,  Serbien  und  Böhmen.
Viertens  die  Entfaltung  der  eigentlichen  slavischen  Machtperiode ­
  bei  dem  Verfalle  der  alten  Kaisermächte,  der  Zertrümmerung ­
  des  romäischen  Reiches  durch  die  Lateiner,  welche
den  Bulgaren  in  Betreff  der  Eroberung  von  Constantinopel
zuvorkommen,  und  dem  Verfalle  der  deutschen  Kaisermacht
durch  den  Kampf  und  Untergang  der  Staufer;  der  Vernichtungskrieg ­
  der  Bulgaren  gegen  die  griechische  Bevölkerung,  das  Eintreten ­
  Serbiens  in  die  gleiche  Tendenz,  im  Westen  das  Bestreben
Premisl  Ottokars  II.,  das  deutsche  Reich  durch  eine  böhmische
Grossmacht  auszurenken,  seines  Sohnes,  Böhmen,  Polen,  Ungarn
unter  einem  Scepter  zu  vereinigen.  Zu  dem  bulgarischen  Kaiserthum ­
  (der  Wlachen  und  Bulgaren)  gesellt  sich  das  serbische
(der  Serben  und  Iiomäer),  endlich  consolidirt  sich  das  polnische ­
  Königthum  und  wird  Böhmen  durch  die  Luxemburger  die
Basis  des  deutschen  Kaiserthums.  Als  Gegenstück  aber  zu
dieser  Machtentfaltung  der  Untergang  der  russischen  Reiche
durch  die  Tataren,  ihr  Einbruch  in  Schlesien  und  Ungarn,
eine  der  grössten  weltgeschichtlichen  Katastrophen,  und  als
Gegenstück  zu  ihr  der  Aufmarsch  der  Osmanen  gegen  Osteuropa, ­
  das  durch  die  heillosen  Kämpfe  der  Serben  und  Bulgaren ­
  den  Türken  keinen  energischen  Widerstand  bereiten
kann,  so  dass  die  Osmanen  als  die  natürlichen  Erben  der  slavischen ­
  Staatenentwicklung,  als  die  Schnitter  des  slavischen
Todtenfeldes  erscheinen,  die  Tataren  im  Norden,  die  Osmanen
im  Süden.  Zur  Knechtschaft  Russlands  gesellt  sich  der  Untergang ­
  Bulgariens  und  Serbiens.
Fünftens  die  Restaurationsperiode.  Auf  den  mit  der
äussersten  Beharrlichkeit  geführten  Kampf  der  Slaven  mit  den
Romäern,  der  1453  mit  der  Vernichtung  des  romäischen
            
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