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eigene Könige erhielten, die Habsburger von beiden Thronen ausgeschlossen,
und damit ja durch sie keine Vereinigung im Osten
stattfinde, die Jagellonen aus Polen auf den böhmischen Thron
befördert wurden. Damals wurde Böhmen getheilt, nannte sich
der ungarische König König von Böhmen wie Wladislaus Jagello
und die politische Intrigue König Georgs schlug Niemanden
härter als Böhmen selbst. Dann wurde durch einen jener
unvermutheten Vorgänge, an welchen die slavische Geschichte
so reich ist, Böhmen mit Ungarn vereinigt und nochmal das
deutsche Haus der Habsburger von Beiden ausgeschlossen, als
auch dieser Plan scheiterte und die Katastrophe erfolgte, die
sich über Belgrad nach Mohacs und Ofen heranwälzte. Man
hatte es dahin gebracht, dass das deutsche Wien Grenzfestung
gegen die Osmanen wurde, Ungarn ein Vasallenstaat des Padischah
der Osmanen, Polen sich mit Mühe der Tataren erwehrte,
der Czar von Moskau aber den Bezwinger der Christenheit,
Sultan Soliman, seinen lieben Freund und Bruder nannte.
Es stellen sich somit nachfolgende Perioden der slavischen
Geschichte heraus:
Erstens eine hunnisch-avarische, die durch die Erlangung
fester Ansiedlungen geschlossen wird. Erst von dieser Zeit
an kann von einer slavischen Geschichte die Rede sein und selbst
jetzt im VII. Jahrhunderte noch nicht von geordneten Staaten
und einer durch genaue Aufzeichnungen beglaubigten Geschichte.
Zweitens eine bulgarische Periode, welcher im IX. Jahrhunderte
die karolingische zur Seite steht. Jetzt erst erfolgt
der Untergang der Avarenmacht, das Emporkommen des grossmährischen
Reiches, der Anschluss Carentaniens an Bajoarien,
der czechischen Herzoge an das ostfränkische Reich, die Invasion
der Normanen (Russen) im Nordosten, die Durchbrechung
der Donauslaven durch die Magyaren, so dass der Zeitraum
der Begründung von Sklabinien mit einer allgemeinen Katastrophe
endet und die slavische Geschichte aufs Neue begonnen
werden muss.
Drittens die romäisch-deutsche Periode, die Einwirkung
der beiden Kaiserreiche auf die slavische Welt, die, zwischen
beide gestellt, von ihnen die Lebensimpulse empfängt. Einerseits
der tragische Untergang der beiden bulgarischen Reiche
durch die Byzantiner (Romäer) und die Entfaltung desKomnenen-