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Höf ler.
Vielherrschaft zu begegnen, als die Einführung der Senioratserbfolgeordnung,
eine echt slavische Einrichtung, die, weit entfernt,
das Uebel zu heben, es erst noch vermehrte und zuletzt
zu dem Einzigen führte, was helfen konnte: sich durch den
deutschen König die Nachfolge des eigenen Sohnes bestimmen
zu lassen. Die czechisclien Geschichtschreiber sind freilich
gewillt, darin eine Anmassung der deutschen Könige und einen
unerlaubten Eingriff in die Gerechtsame des czechischen
Volkes zu erblicken. Dann aber wäre die Begründung des
böhmischen Königthums durch Heinrich IV. und Friedrich Barbarossa
wohl noch eine grössere Anmassung gewesen, und
wenn nach dem Tode König Wladislaus’ I., Friedrich Barbarossa
und Heinrich VI. das Königthum wieder eingehen
Hessen, und, als die Premysliden am kaiserlichen Hofe um das
Herzogthum betteln gingen, dasselbe nach Gutdünken gewährten
oder entzogen, wäre somit der ursprüngliche Zustand restituirt
worden, weil dadurch das Herzogthum wieder restaurirt worden
war! So lange es aber premyslidische Nebenlinien gab, war selbst
die böhmische Krone in ihrem Bestände nicht sicher, und selbst
die Nachfolge des Erstgebornen musste 1216 durch den deutschen
König bestätigt werden, nachdem seine Wahl durch Magnaten
und Adel erfolgt war. Als endlich das streitbare Haus bis zur
königlichen Linie eingeht, entsteht erst der Kampf der Magnaten
mit dem Königthum und findet Ottokar im Streite mit seinen
königlichen Aeltern Unterstützung durch den Adel. Der Adel
treibt ihn zum verhängnissvollen Scln-itte, die deutsche Krone
nicht anzunehmen, verlässt ihn im Entscheidungskampfe, führt
durch den Mord Wenzels den Untergang der einheimischen
Dynastie herbei, erhebt Könige und stürzt sie, reisst unter
König Johann alle Domänen an sich, verwirft unter König Karl
die Bürgschaft eines gesetzlichen Zustandes der Dinge, die
Majestas Carolina, nimmt König Wenzel IV. gefangen, begünstigt
die husitische Revolution, die das Königthum beseitigt, wendet
sich dann gegen die Taboriten und mischt, als die luxemburgische
Dynastie ausstarb, auf die kurze Regierung König
Albrechts die vormundschaftliche über seinen nachgebornen
Sohn König Ladislaus folgte, die Karten so geschickt, dass
endlich die zum Throne berufenen fürstlichen Geschlechter beseitigt
werden und Einer aus der eigenen Mitte als ,vffgerukter‘