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Schönbach.
Darnach ist das Blatt schon vorher als Umschlag eines
Protokolles gebraucht worden, was die vorgeschrittene Zerstörung
noch besser erklärt.
Es ist der untere, zwei Drittel des Ganzen umfassende
Theil eines nach dem Lineal durchschnittenen Doppelblattes,
das mit abgesetzten Versen in zwei Spalten zu je 46—48
Zeilen beschrieben war. Die zweite Zeile jedes Reimpaares
ist eingerückt, ihr erster Buchstabe, obzwar ebenfalls Majuskel,
ist etwas kleiner als der die erste Zeile beginnende, beide sind
roth durchstrichen. Ebenso sind im Innern der Verse die Anfangsbuchstaben
einzelner Worte (wie Soldan, Christen) roth durchstächen;
Abschnitte beginnen mit grossen rothen Initialen. Die
deutliche und schöne Schrift gehört in die ersten Decennien
des XIV. Jahrhunderts.
Das Erhaltene ist ein Stück des Gedichtes über die Zerstörung
von Accon (1291), welches in einigen späten Handschriften
des steirischen Reimchronisten eingeschaltet sich findet,
aber auch als selbstständige Dichtung an etlichen Orten überliefert
wurde. Vgl. Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen im
Mittelalter, 2. Auf!., S. 200. Ich habe die Fragmente nicht
gesehen, welche Th. v. Karajan im 65. Bande der Sitzungsberichte
S. 565—576 veröffentlicht hat, aber nach der dort
gegebenen Beschreibung derselben, auch aus Kärnten stammenden,
ist es mir wenig zweifelhaft, dass v. Karajans und die
neuen Fragmente derselben Handschrift angehörten. Noch
wegen eines anderen Umstandes.
Zwischen der 4. und 5. Spalte der neuen Fragmente
liegen etwa 370 Verse. Die Zahl ist nach den Abdrücken
von Pez, Script. Rer. Austr. III, 443 l! —446 b , oder Eccard, Corpus
Hist. Med. Aevi II. 1543—1548 gerechnet dieselbe. 46 bis
48 Zeilen für die Spalte angenommen, etwa 15 Verse für das
fehlende Drittel der Spalte 5 abgezogen, erübrigen 8 Spalten.
Dabei ist freilich noch ein kleiner Ueberschuss, aber der erklärt
sich dadurch, dass mehrmals (z. B. in den neuen Fragmenten
3, 15. 16. 4, 1., auch in v. Karajans Fragment vgl. Lambel,
Germania 17, 366 f.) zwei Verse in eine Zeile geschrieben
waren; vielleicht hatte auch unsere Handschrift wirklich ein
paar Verse mehr als die bekannte Ueberlieferung. 8 Spalten
geben ein Doppelblatt, welches also zwischen den beiden Blättern