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Sauer.
10. October 1758). Der Beginn des Druckes verzögert sieb,
der Termin des Erscheinens wird bis Ostern 1759 verlängert;
zwei Theile werden geplant, dem zweiten sollte eine Widmung
an Kleists Mutterbruder von Manteuffel vorgesetzt werden, der
aber bei einem Ueberfalle durch die Russen gerade damals sein
trauriges Ende fand (an Gleim, 3. December 1758). Immer
noch ist Lessing derjenige, der den Druck leiten soll (an
Gleim, 10. December 1758); erst zu Beginn des Jahres 1759
springt Ramler für den Abwesenden ein (an Gleim, 21. Januar
1759) und übernimmt schliesslich die Correctur allein. Am
7. Februar 1759 ist der Druck noch nicht begonnen. Später
findet sich im Briefwechsel keine directe Erwähnung mehr vor;
nur werden die neu entstandenen Gedichte eiligst nach Berlin
befördert, die letzten: einige Epigramme, wenige Wochen
vor Kleists Tode (an Gleim, 23. Juli 1759).
Die Sammlung war also zu Kleists Lebzeiten vollständig
vorbereitet, abgeschlossen, nicht mehr in seinen Händen; der
Druck aber scheint factisch noch nicht begonnen zu haben;
auch die Worte Sulzers, der genau unterrichtet sein konnte, in
einem Briefe an Bodmer, Berlin 16. October 1759: ,Eine neue
Ausgabe seiner Gedichte ist schon bei seinem Leben veranstaltet,
aber noch nicht fertig geworden', lassen diese Annahme
zu. Sie wurde also erst im Winter 1759 auf 1760 gedruckt; im
März spricht Uz von ihr mit Erwartung (an Grötzner S. 99),
zu Ostern erschien sie: ,Des Herrn Christian Ewald von Kleist
sämmtliche Werke' Berlin bei Christian Friedrich Voss 1760,
in zwei Bänden Gross-Octav mit Kupfern und deutschen Lettern
(R). In dem Vorberichte, der nebst wenigen einleitenden
Worten nur einen Auszug aus Nicolais Ehrengedäehtniss auf
Kleist (Berlin 1760) bringt, sagt Ramler: ,In der Ordnung, mit
den Verbesserungen und Vermehrungen, wie sie das Publicum
itzt erhält, hatte sie ihr Verfasser, schon vor länger als zwei
Jahren, dem Drucke bestimmt, und sie in dieser Absicht den
Händen seiner Freunde überliefert. Indem sich aber die Ausgabe
verzog, weil die äussere Ausschmückung dem innern
Werthe einigermaassen gemäss sein sollte: starb er den Tod
der Helden; und was bestimmt war, nur eine vollständige
Sammlung seiner bisherigen Ausarbeitungen zu sein, ward, zum
Leidwesen aller Freunde der Dichtkunst, die Sammlung seiner