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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Zu  den  Persius-Scholien.

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gegen  dürfte  sich  die  dann  wieder  etwas  spätere  Zugabe  zu
Sat.  II,  42  (et  in  uulg.  usu  app.  salsiciae)  in  unserer  Hs.
(ähnlich  wie  im  Ott.)  schon  durch  die  wörtliche  Stimmung
mit  Papias  und  J.  a  Jan.  ziemlich  verrathen  u.  dgl.  Da  auch
solche  erweiterte  Bemerkungen  dann  öfter  neben  anderen
an  den  Rand  geschrieben  wurden,  so  erklärt  sich  das  frühe
Eindringen  einzelner  derselben  selbst  in  sonst  weniger  mit
derartigem  versetzte  IIss.  manchmal  leicht,  scheint  sich
aber  doch  noch  hie  und  da  durch  gewisse  Anzeichen  kund
zu  geben.
Als  derartiges  Beispiel  könnte  vielleicht  die  oben  besprochene ­
  Stelle  hanc  fabulam  taugit  cet.  gelten,  welche  vollständig ­
  den  Charakter  jener  stark  erweiternden  Zugaben  trägt,
bedenklich  gerne  an  falscher  Stelle  in  den  Vorbemerkungen
zum  ,Cornutus‘  steht,  während  sie  doch  zum  Pi-olog  gehören
wüi’de,  jedoch  in  dem,  wie  wir  gesehen,  mehrfach  mit  Aehnlichem
  versetzten  Prag,  und  Voss,  (in  letzterem  freilich  auch
nur  durch  das  übergeschriebene  Lemma)  der  l'ichtigen  Stelle
zugewiesen  ei’scheint  und  in  unserem  Codex  nur  im  zweiten
erweiterten  Commentar  an  dieser  Stelle  sich  findet  —  was
Alles  dem  Kenner  den  genannten  Ursprixng  nahe  legen  dürfte;
dabei  aber  doch  auch  in  dem  sonst  nicht  bx - eiten  Mon.  Thom.
und  Vind.  2  (beide  11.  Jahrhundert) 1  an  die  richtige  Stelle
gerathen  ist,  was  wohl  auf  die  angegebene  Weise  der  Vermischung ­
  in  den  Randbemerkungen  älterer  Exemplare  zu  erklären ­
  sein  dürfte.
Dagegen  möchte  ich  Sat.  I,  46  die  Erklärung  von  rara
auis  durch  Beziehung  auf  den  phoenix,  die  auch  in  unserem
Codex  wirklich  bei  ,Gornutus‘  sich  findet  und  die  Schlussbemerkung ­
  in  dieser  Fassung  bietet:  ,Et  hoc  prouerbialiter
dicit  raram  auem  quam  post  longunx  ternpus  uidemus;  et  hoc
uerecunde  Persius  raro  se  commode  dicit  scribere,  ceu  phoenix
quae  circa  Indiae  partes  est  et  tai’de  se  ad  uidendum  hoxninibus
  profert', 2  kaum  einem  zufälligen  oder  verhältnissmässig
späteren  Eindringen  in  die  unter  dem  Namen  des  ,Cornutus‘
1  Bern,  steht  sie  zum  Theil,  wohl  auch  wieder  bezeichnend,  am  Rande.
Kurz  p.  2.
2  Vgl.  mit  dem  letzten  Theile  Bern.  Kurz  p.  12.
            
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