Zu den Perßius-ScUolien
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ita putide, ut uox eius per nares uideatur emitti repetita ex
uitio linguae (Jahn p. 256 et hoc ■— nares. ßelatio ex uitio
Iinguae!), da die Erklärung des Verses Rancidulum quiddam
balba de nare locutus so im Ganzen angemessen und verständlich
wird und repetita ex uitio 1. eben auf balba d. n. Rücksicht
nimmt; Sat. I, 17 2. Abs. uel plasma lenis cantilena
ueluti deficienlis guttur. Bemerkung in dem Münchener Exemplar
und ebenso Bern, b 4 Kurz p. 8 A. ueluti deficientis
gutturis medicamentum (Jahn p. 252 uel def. gutt. med.), wo
durch das uns hier gebotene ueluti die lästige Wiederholung
der schon früher gegebenen Erklärung, beseitigt wird und so
auch noch mit Heranziehung der schon oben notirten Leseart
unseres Codex und des Lugd. für den letzten Absatz das ganze
Scholion auf hs. Grundlage ziemlich geheilt werden könnte:
\YtAz\i.y. dicitur medicamentum, quo recreantur fauces cet. uel
plasma lenis cantilena ueluti deficientis gutturis medicamentum.
m. collueris exquisito intellectu tanquam eo laueris et purum
reddideris guttur cet. Es wären sich so die zwei Erklärungen
von TtXc«7p.a, die auch in den neueren Commentaren erwähnt
werden (Jahn p. 82, Diibner p. 51) auch bereits im Scholion
nun ziemlich verständlich gegenübergestellt, von denen die
zweite auf Quintil. I, 8, 2 sich stützt 1 und von Klotz WB.
II, 802 deutsch durch ,weichliche Modulation der Stimme' gegeben
wird. Darauf würde passend die Erklärung von collueris
sich anschliessen.
Schliesslich sei hier noch erwähnt, dass die Lemmata in
unserer Hs. gerne ausführlich und, wofür wir schon früher
ein rocht auffallendes Beispiel (III, 16) getroffen, mit der
richtigeren Ueberlieferung des Textes stimmend geschrieben
sind, so z. B. auch Sat. II, 14 Nerio iam tertia ducitur uxor
(wo selbst Lugd. conditur Herrn. I, 27), Sat. III, 1 Ncmpe
haec assidue u. dgl.
Indem wir uns ein paar zusammenfassende Bemerkungen
über diesen ersten Theil wohl auch besser auf den Schluss
1 Die Stelle lautet wörtlich Ed. Bonn.: Sit autem in primis Iectio uirilis
et cuni suauitate quadam grauis, et non quidem prosae similis, quia et
carmen est et se poetae eanere testantur; non tarnen in canticum dissoluta
nec plasmate, ut nunc a plerisque fit, effeminata.