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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Zu  den  Perßius-ScUolien

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ita  putide,  ut  uox  eius  per  nares  uideatur  emitti  repetita  ex
uitio  linguae  (Jahn  p.  256  et  hoc  ■—  nares.  ßelatio  ex  uitio
Iinguae!),  da  die  Erklärung  des  Verses  Rancidulum  quiddam
balba  de  nare  locutus  so  im  Ganzen  angemessen  und  verständlich ­
  wird  und  repetita  ex  uitio  1.  eben  auf  balba  d.  n.  Rücksicht ­
  nimmt;  Sat.  I,  17  2.  Abs.  uel  plasma  lenis  cantilena
ueluti  deficienlis  guttur.  Bemerkung  in  dem  Münchener  Exemplar ­
  und  ebenso  Bern,  b  4  Kurz  p.  8  A.  ueluti  deficientis
gutturis  medicamentum  (Jahn  p.  252  uel  def.  gutt.  med.),  wo
durch  das  uns  hier  gebotene  ueluti  die  lästige  Wiederholung
der  schon  früher  gegebenen  Erklärung,  beseitigt  wird  und  so
auch  noch  mit  Heranziehung  der  schon  oben  notirten  Leseart
unseres  Codex  und  des  Lugd.  für  den  letzten  Absatz  das  ganze
Scholion  auf  hs.  Grundlage  ziemlich  geheilt  werden  könnte:
\YtAz\i.y.  dicitur  medicamentum,  quo  recreantur  fauces  cet.  uel
plasma  lenis  cantilena  ueluti  deficientis  gutturis  medicamentum.
m.  collueris  exquisito  intellectu  tanquam  eo  laueris  et  purum
reddideris  guttur  cet.  Es  wären  sich  so  die  zwei  Erklärungen
von  TtXc«7p.a,  die  auch  in  den  neueren  Commentaren  erwähnt
werden  (Jahn  p.  82,  Diibner  p.  51)  auch  bereits  im  Scholion
nun  ziemlich  verständlich  gegenübergestellt,  von  denen  die
zweite  auf  Quintil.  I,  8,  2  sich  stützt 1  und  von  Klotz  WB.
II,  802  deutsch  durch  ,weichliche  Modulation  der  Stimme'  gegeben ­
  wird.  Darauf  würde  passend  die  Erklärung  von  collueris
sich  anschliessen.
Schliesslich  sei  hier  noch  erwähnt,  dass  die  Lemmata  in
unserer  Hs.  gerne  ausführlich  und,  wofür  wir  schon  früher
ein  rocht  auffallendes  Beispiel  (III,  16)  getroffen,  mit  der
richtigeren  Ueberlieferung  des  Textes  stimmend  geschrieben
sind,  so  z.  B.  auch  Sat.  II,  14  Nerio  iam  tertia  ducitur  uxor
(wo  selbst  Lugd.  conditur  Herrn.  I,  27),  Sat.  III,  1  Ncmpe
haec  assidue  u.  dgl.
Indem  wir  uns  ein  paar  zusammenfassende  Bemerkungen
über  diesen  ersten  Theil  wohl  auch  besser  auf  den  Schluss

1  Die  Stelle  lautet  wörtlich  Ed.  Bonn.:  Sit  autem  in  primis  Iectio  uirilis
et  cuni  suauitate  quadam  grauis,  et  non  quidem  prosae  similis,  quia  et
carmen  est  et  se  poetae  eanere  testantur;  non  tarnen  in  canticum  dissoluta
  nec  plasmate,  ut  nunc  a  plerisque  fit,  effeminata.
            
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