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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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Pfizmaier.

mit  Wein  und  sprach:  Wie  sollte  ich  eine  übelwollende  Absicht ­
  haben?  Warum  argwöhnet  ihr  so  und  warnet?
Der  König  von  Tschao  stellte  sich,  als  ob  er  sich  erbräche ­
  und  wollte  in  den  rückwärtigen  Söller  treten.  Yuentscli’eu
  fürchtete,  der  König  werde  Veränderungen  zu  Wege
bringen.  Er  fasste  ihn  und  hiess  ihn  zu  dem  Sitze  emporsteigen.
  Dieses  geschah  zwei  bis  drei  Mal.
Der  König  von  Tschao  gab  vor,  dass  ihm  die  Kehle
trocken  sei.  Er  befahl  Yuen-tsch’eu,  sich  in  die  Küche  zu
begeben  und  ein  Getränk  zu  bringen.  Yuen-tsch’eu  rührte
sich  nicht.
Es  traf  sich,  dass  Tsch’ing,  König  von  JJ^  Theng,
verspätet  ankam.  Kao-tsu  stieg  die  Stufen  hinab  und  ging
ihm  entgegen.  Yuen-tsch’eu  flüsterte  Kao-tsu  ins  Ohr:  Bei
der  Sache  handelt  es  sich  um  grosse  Ungewöhnlichkeit.  Man
kann  schleunig  sich  entfernen.
Kao-tsu  besann  sich  noch  immer  nicht  und  sagte:  Jener
hat  keine  Waffen  und  Pferde.  Was  w'äre  er  wieder  im  Stande
zu  tliun?
Yuen-tsch’eu  sprach:  Die  Waffen  und  Pferde  sind  sämrntlich
  Gegenstände  eines  anderen  Hauses.  Wenn  er  einmal
zuerst  die  Hand  herablässt,  ist  die  grosse  Sache  sofort  entschwunden. ­
  Ich  weigere  mich  nicht,  zu  sterben.  Doch  wenn
ich  sterbe,  was  nützt  es?  —  Kao-tsu  trat  wieder  ein  und
setzte  sich.
Yuen-tsch’eu  hörte,  dass  hinter  dem  idause  Gepanzerte
ein  Geräusch  machen.  Er  bat  hastig  und  sprach:  Die  Geschäfte ­
  in  dem  Sammelhause  des  Reichsgehilfen  sind,  vielfältig.
Wie  könnet  ihr  es  so  weit  bringen?  —  Hiermit  erfasste  er
Kao-tsu,  zog  ihn  von  dem  Ruhesitze  herab  und  lief  davon.
Der  König  von  Tschao  wollte  ihn  verfolgen.  Yuentsch’eu
  verdeckte  die  Thür  mit  seinem  Leibe,  so  dass  der
König  nicht  heraustreten  konnte.  Als  Kao-tsu  das  Thor  erreichte, ­
  war  Yuen-tsch’eu  von  rückwärts  herangekommen.  Den
König  von  Tschao  verdross  es,  dass  er  nicht  rechtzeitig  losgeschlagen. ­
  Er  schnellte  mit  dem  Finger  auf  eine  Weise,
dass  das  Blut  hervorfloss.
Nachdem  man  den  König  von  Tschao  hingerichtet  hatte,
wurden  Yuen-tsch’eu  unzählige  .Verleihungen  zu  Theil.
            
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