Darlegungen ans der Geschichte des Hauses Sni.
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Als Kao-tsu Reichsgehilfe wurde, liess er Yuen-tsch’eu
immer der Kriegsmacht vorgesetzt sein und sich in der verschlossenen
Abtheilung des Palastes aufhalten. Er zog ferner
dessen jüngeren Bruder Ä Wei an sich und liess ihn zugleich
in die aufwartende Leibwache eintreten.
Tschao, zu den Zeiten der Tscheu König von Tschao,
erkannte, dass Kao-tsu die Dreifüsse der Tscheu fortschaffen
werde. Er begehrte, dass Kao-tsu sich zu ihm in das Wohngebäude
1 begebe. Er führte Kao-tsu in den inneren Theil des
Gebäudes. Dessen Begleiter durften nicht dahin folgen. Bloss
Yang-hung, 2 Yuen-tsch’eu und der jüngere Bruder des
Letzteren sassen zur Seite der Thüre.
Der König von Tschao sprach zu seinen zwei Söhnen jp|
Yün und jf' Kuan: Ihr sollet eine Melone darreichen. Bei
dieser Gelegenheit ersteche ich ihn.
Als man sich des Weines freute, wollte der König von
Tschao Veränderungen entstehen machen. Er stach mit dem
an seinem Gürtel hängenden Messer in die Melone und liess
Kao-tsu fortwährend davon essen. Es mochte sein, dass es
ihm nichts nützte.
Yuen-tsch’eu trat vor und sagte: In dem Sammelhause
des Reichsgehilfen gibt es Geschäfte. Man darf sich nicht
lange auf halten.
Der König von Tschao schalt ihn und sagte: Ich bin mit
dem Reichsgehilfen im Gespräche begriffen. Was ist es, das
du tliust? — Dabei schrie er ihn an und machte ihn zurückweichen.
Yuen-tsch’eu, mit aufgerissenen Augen und Unmuth zeigend,
schlug auf das Schwert und trat in die Leibwache. Der König
von Tschao fragte ihn um den Geschlechtsnamen und Namen.
Yuen-tsch’eu antwortete der Wahrheit gemäss.
Der König von Tschao sprach: Bist du es nicht, der
einst dem Könige von Thsi gedient hat? Du bist in Wahrheit
ein tüchtiger Kriegsmann. — Dabei beschenkte er ihn
1 Bas Wohngebäude der Könige, wenn sie in die Mutterstadt kommen.
2 Yang-hung, später König von Ho-kien genannt, war der Grossoheim des
Kaisers Kao-tsu.