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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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P  fizmaiet.

Geschleckte  -|||  Tksui  war  von  eifersüchtiger  Gemüthsart  und
mit  ihm  sehr  uneinig.  Endlich  reichte  sie  ihm  in  einer  Melone
Gift.  Tsiün  wurde  in  Folge  dessen  von  Krankheit  befallen.
Yon  dem  Kaiser  berufen,,  kehrte  er  in  die  Mutterstadt
zurück.  Der  Kaiser,  ihn  der  Verschwendung  und  des  Leichtsinns ­
  beschuldigend,  entsetzte  ihn  seines  Amtes.  Tsiün  begab
sich  als  König  in  sein  Wohngebäude.  0|J  rjjh  Lieu-sching,
Heerführer  der  kriegerischen  Leibwache  zur  Linken,  machte
dem  Kaiser  Vorstellungen  und  sagte:  Der  König  von  Thsin
hat  sonst  nichts  verbrochen.  Er  verbrauchte  bloss  obrigkeitliche ­
  Gegenstände,  baute  öffentliche  Gebäude,  dieses  ist  alles.
Ich  glaube,  es  lässt  sich  ertragen.  —-  Der  Kaiser  sprach:
Dem  Gesetze  darf  man  nicht  zuwider  handeln.  —  Als  Lieu-4

selling  bei  seinen  Vorstellungen  beharrte,  erglühte  der  Kaiser
zornig.  Lieu-sching  liess  hierauf  ab.
Später  nahte  ^  ^  Yang-su  wieder  mit  Vorstellungen
und  sagte:  Bei  den  Vergehen  des  Königs  von  Thsin  ist  es
nicht  angemessen,  es  so  weit  kommen  zu  lassen.  Ich  bitte,
dass  derjenige,  vor  dem  ich  unter  den  Stufen  stehe,  es  beurtheile.
  —  Der  Kaiser  sprach:  Ich  bin  der  Vater  von  fünf
Kindern.  Wenn  ich  thue,  wie  ihr  meinet,  was  könnte  dann
nicht  gesondert  eingerichtet  werden  ?  Bei  den  Gesetzen  für
die  Kinder  des  Himmelssohnes  geht  man  davon  aus,  dass  der
Fürst  von  Tseheu  ein  Mensch  war,  der  es  schätzte,  ^  Kuan
und  Thsai  1  mit  dem  Tode  zu  bestrafen.  Ich  erreiche
wahrlich  den  Fürsten  von  Tseheu  nicht  im  Entferntesten.  Wie
wäre  ich  im  Stande,  das  Gesetz  wegzulassen?  —  Schliesslich
ging  er  darauf  nicht  ein.
Tsiün  war  ernstlich  krank  und  konnte  sich  nicht  erheben.
Er  schickte  einen  Abgesandten  und  liess  durch  ihn  eine  Denkschrift ­
  überreichen,  in  welcher  er  Entschuldigungen  vorbrachte.
Der  Kaiser  liess  ihm  durch  den  Abgesandten  sagen:  Ich
strengte  meine  Kraft  an,  um  abzuschliessen  und  zu  versperren,
ich  gründete  diese  grosse  Beschäftigung.  Ich  verfertigte  Unterweisungen, ­
  liess  Muster  herab.  Die  sämmtlichen  Diener  und
Untergebenen  beobachteten  es  und  Hessen  es  nicht  ausser
Acht.  Du  bist  mein  Sohn  und  willst  es  abschaffen.  Ich  weiss

1  Kuan  und  Thsai,  Oheime  des  Königs  Tseh’ing  von  Tseheu.
            
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