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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Darlegungen  aus  der  Geschichte  des  Hauses  Sui.

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gut.  Sollte  dieses  so  sein?  —  Die  Gedichte  Yang-su’s  waren
in  zehn  Büchern  gesammelt.
Obgleich  Yang-su  Entwürfe  zur  Gründung  des  Reiches
gemacht  hatte  und  die  Niederschlagung  ^  J=ljF  Yang-liang's  1
sein  Verdienst  war,  wurde  er  doch  von  dem  Kaiser  beargwöhnt ­
  und  gemieden.  Dieser  zeigte  äusserlich  überaus  grosse
Artigkeit,  innerlich  war  seine  Neigung  zu  ihm  sehr  gering.
Der  grosse  Vermerker,  den  Antheil  von  Sui  besprechend,  sagte:
In  der  Wildniss  gibt  es  grosse  Trauer  um  die  Todten.  —  In
Folge  dessen  verlieh  man  Yang-su  das  gewechselte  Lehen
Thsu.  Thsu  hat  mit  Sui  gleichen  Antheil.  Man  wollte  das  Vorzeichen ­
  dadurch  niederdrücken  und  ihm  etwas  entgegen  stellen.
Von  dem  Tage  an  als  Yang-su  krank  sich  niederlegte,
hiess  der  Kaiser  immer  einen  berühmten  Arzt  ihm  den  Puls
fühlen.  Man  verlieh  Yang-su  die  Arzneien  des  Kaisers.  Indessen ­
  befragte  dieser  insgeheim  die  Aerzte.  Er  fürchtete  beständig, ­
  dass  Yang-su  nicht  sterben  werde.  Auch  Yang-su
erkannte,  dass  sein  Name  und  seine  Rangstufe  bereits  die
Gipfelung  seien.  Er  mochte  keine  Arznei  einnehmen  und  war
nicht  Willens,  sich  zu  hüten.  Er  sprach  immer  zu  seinem
jüngeren  Bruder  Yö:  Wie  könnte  ich  eine  Weile  leben?
Yang-su  hielt  viel  auf  Güter  und  Waaren  und  trug  nach
ihnen  Verlangen.  Bei  seinen  Bauten  trachtete  er  nach  Erwerb.
Seine  Wohngebäude  in  der  östlichen  und  westlichen  Mutterstadt ­
  zeigten  Verschwendung  und  Pracht.  Am  Morgen  riss
er  nieder,  am  Abend  stellte  er  wieder  her,  Aufbauen  und  Ausbessern ­
  nahmen  kein  Ende.  Aus  den  Versammlungsorten  der
Hauptstädte  aller  Gegenden,  aus  den  Einkehrhäusern,  Buden
und  Wassermühlen  zog  er  Nutzen.  Seine  Felder  und  Wohngebäude ­
  wurden  nach  Tausenden  und  Hunderten  gezählt.  In
den  damaligen  Berathungen  verkleinerte  man  ihn  aus  diesem
Grunde.
Ihm  folgte  in  dem  Lehen  sein  Sohn  Hiuen-kan.
Seine  übrigen  Söhne  wurden  dieses  Sohnes  Hiuen-kan  wegen
angeklagt  und  mit  dem  Tode  bestraft.
1  Liang  von  dem  Geschlechte  Yang,  der  mehrmals  erwähnte  fünfte  Sohn
des  Kaisers  Kao-tsu.
            
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