Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Darlegungen  aus  der  Geschichte  des  Hauses  Sui.

659

und  seine  Zeitgenossen  verkannten  ihn.  Bios  sein  Grossoheim
^  Kuan,  in  Diensten  von  Wei  oberster  Buchführer  und  Vorgesetzter ­
  des  Pfeilschiessens,  war  über  ihn  höchst  verwundert.
Er  sagte  immer  zu  seinen  Söhnen  und  Enkeln:  Tsch’u-tao
wird  der  Heerde  entlaufen  und  sich  vor  seines  Gleichen  auszeichnen. ­
  Seine  ungewöhnliche  Begabung  ist  etwas,  das  ihr
nicht  erreichen  könnet.
Später  hatte  er  mit  4  %  Nieu-hung  von  Ngan-ting
gleiche  Vorsätze.  Er  liebte  das  Lernen  und  schliff  seinen
Geist  unermüdlich  ab.  Vieles  wurde  von  ihm  durchdrungen
und  durchwatet.  Er  verstand  sich  gut  auf  die  angehängten
Schriften,  war  geschickt  in  der  Pflanzenschrift,  der  Schrift  der
Angestellten  und  war  ziemlich  aufmerksam  auf  die  Ecken  des
Windes. 1  Er  hatte  einen  schönen  Bart  und  das  Aeussere
eines  hervorragenden  Mannes.
4  H§  Yü-wen-hu,  grosser  Vorgesetzter  von  Tscheu,
zog  ihn  herbei  und  machte  ihn  zum  mittleren  und  äusseren
Verzeichnenden  des  inneren  Hauses  ||f).  Später  machte
er  ihn  im  Umwenden  zu  einem  Richter  der  Gebräuche
~^j  )  und  fügte  das  Amt  eines  grossen  allgemeinen  Beaufsichtigers
  hinzu.
Als  Kaiser  Wu  für  sich  selbst  die  zehntausend  Triebwerke ­
  leitete,  reichte  Su,  in  Betracht,  dass  sein  Vater,  wegen
seiner  Beharrlichkeit  an  Thsi  verfallen,  noch  keinen  Befehl
des  Hofes  erhielt,  eine  Denkschrift  empor,  in  welcher  er  die
Ordnung  darlegte.  Der  Kaiser  bewilligte  es  nicht.  Nachdem
dieses  zwei  und  dreimal  geschehen,  gerieth  der  Kaiser  in
grossen  Zorn  und  befahl  den  Leuten  seiner  Umgebung,  Su
das  Haupt  abzuhauen.  Su  rief  mit  erhobener  Stimme:  Ich
diene  einem  gesetzlosen  Himmelssohne.  Der  Tod  ist  mein
fheil.  —  Der  Kaiser  hielt  dieses  Wort  für  ein  starkes.  Er
verlieh  hierauf  Feu,  dem  Vater  Yang-su’s,  nachträglich  das
Amt  eines  grossen  Heerführers  und  den  nach  dem  Tode  zu
führenden  Namen  &  at  Tschung-tschuang.
Er  ernannte  ferner  Yang-su  zu  einem  grossen  Heerführer
der  Wagen  und  Reiter  und  einem  im  Verfahren  mit  den  drei
1  Er  beobachtete  die  Winde  der  vier  Gegenden  und  wahrsagte  daraus  Glück
und  Unglück.

42*
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.