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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Darlegungen  aus  der  Geschichte  des  Hauses  Sui.

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herbeizuholen.  Man  war  noch  nicht  dazu  gekommen,  den  Abgesandten ­
  auszuschicken,  als  Kao-tsu  plötzlich  starb.
Man  verheimlichte  dieses  und  veranstaltete  keine  Trauer.
Indem  man  |jj|J  gjb  Lieu-schö  und  jq  J||  Yuen-yen  aufgritf
und  sie  in  dem  Gefängnisse  jlfl.  Ta-li.  band,  gab  man  fälschlich ­
  vor,  dass  Kao-tsu  in  einer  Schrift  des  höchsten  Befehles
die  gemeinen  Söhne  mit  dem  Tode  beschenke.  Man  verlieh
Yung  nachträglich  das  Lehen  eines  Königs  von  Fang-ling,  setzte
aber  seine  Nachkommen  nicht  ein.

Die  Kaiserin  Hien  von  dem  Geschlechte  Tö-ku.
Die  Kaiserin  von  dem  Geschlechte  Tö-ku,  genannt ­
  Hien,  die  Gemahlin  des  Kaisers  Wen 1  von  Sui,
war  die  Tochter  des  aus  Lö-yang  in  Ho-nan  stammenden  ^Ipj
^  Tö-ku-sin,  in  Diensten  von  Tscheu  grossen  Vorstehers
der  Pferde  und  Fürsten  von  Ho-nei.  Tö-ku-sin  sah,  dass  Kaotsu
  von  wunderbarer  Erscheinung  war  und  gab  ihm  desshalb
diese  Tochter  zur  Gemahlin.  Dieselbe  war  um  diese  Zeit  vierzehn ­
  Jahre  alt.  Kao-tsu  schwor  der  Kaiserin,  dass  er  keine
Söhne  von  einer  anderen  Gemahlin  haben  werde.  Die  Kaiserin
war  ursprünglich  auch  sanft,  gehorsam,  ehrerbietig,  kindlich
und  liess  den  Weg  des  Weibes  nicht  ausser  Acht.  Ihre  ältere
Schwester  war  die  Gemahlin  des  Kaisers  Ming  von  Tscheu,
die  Tochter  dieser  letzteren  war  die  Gemahlin  des  Kaisers
Siuen  von  Tscheu.  Hinsichtlich  des  Glanzes  der  vornehmen
Verwandtschaften  war  Niemand  mit  der  Kaiserin  Hien  zu  vergleichen. ­
  Sie  aber  War  immer  bescheiden,  demüthig  und  behutsam. ­
  Das  Zeitalter  hielt  sie  für  weise.
Als  Kaiser  Siuen  von  Tscheu  starb,  befand  sich  Kao-tsu
in  der  verschlossenen  Abtheilung  des  Palastes  und  leitete  das
Amt  der  hundert  Bemessungen  (  pe-lchuei).  Die  Kaiserin
schickte  Leute,  welche  zu  Kao-tsu  sagten:  Die  grosse  Sache
ist  bereits  so  beschaffen.  Bei  der  Stärke,  die  man  besitzt,
wenn  man  auf  dem  Thiere  reitet,  darf  man  gewiss  nicht  herab-1
  Für  Kaiser  Wen  wird  gemeiniglich  Kao-tsu  gesagt.
            
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