Darlegungen aus der Geschichte des Hauses Sui.
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herbeizuholen. Man war noch nicht dazu gekommen, den Abgesandten
auszuschicken, als Kao-tsu plötzlich starb.
Man verheimlichte dieses und veranstaltete keine Trauer.
Indem man |jj|J gjb Lieu-schö und jq J|| Yuen-yen aufgritf
und sie in dem Gefängnisse jlfl. Ta-li. band, gab man fälschlich
vor, dass Kao-tsu in einer Schrift des höchsten Befehles
die gemeinen Söhne mit dem Tode beschenke. Man verlieh
Yung nachträglich das Lehen eines Königs von Fang-ling, setzte
aber seine Nachkommen nicht ein.
Die Kaiserin Hien von dem Geschlechte Tö-ku.
Die Kaiserin von dem Geschlechte Tö-ku, genannt
Hien, die Gemahlin des Kaisers Wen 1 von Sui,
war die Tochter des aus Lö-yang in Ho-nan stammenden ^Ipj
^ Tö-ku-sin, in Diensten von Tscheu grossen Vorstehers
der Pferde und Fürsten von Ho-nei. Tö-ku-sin sah, dass Kaotsu
von wunderbarer Erscheinung war und gab ihm desshalb
diese Tochter zur Gemahlin. Dieselbe war um diese Zeit vierzehn
Jahre alt. Kao-tsu schwor der Kaiserin, dass er keine
Söhne von einer anderen Gemahlin haben werde. Die Kaiserin
war ursprünglich auch sanft, gehorsam, ehrerbietig, kindlich
und liess den Weg des Weibes nicht ausser Acht. Ihre ältere
Schwester war die Gemahlin des Kaisers Ming von Tscheu,
die Tochter dieser letzteren war die Gemahlin des Kaisers
Siuen von Tscheu. Hinsichtlich des Glanzes der vornehmen
Verwandtschaften war Niemand mit der Kaiserin Hien zu vergleichen.
Sie aber War immer bescheiden, demüthig und behutsam.
Das Zeitalter hielt sie für weise.
Als Kaiser Siuen von Tscheu starb, befand sich Kao-tsu
in der verschlossenen Abtheilung des Palastes und leitete das
Amt der hundert Bemessungen ( pe-lchuei). Die Kaiserin
schickte Leute, welche zu Kao-tsu sagten: Die grosse Sache
ist bereits so beschaffen. Bei der Stärke, die man besitzt,
wenn man auf dem Thiere reitet, darf man gewiss nicht herab-1
Für Kaiser Wen wird gemeiniglich Kao-tsu gesagt.