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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Darlegungen  aus  der  Geschichte  des  Hauses  Stri.

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Tochter  eines  Fleischers.  Das  Kind  liebte  sofort  das  Fleischerhandwerk. ­
  Da  jetzt  die  Genossen  nicht  seines  Gleichen  sind,
bringt  er  sofort  in  Unordnung  Stammhaus  und  Altäre.  Ferner
ist  H?|J  ^  -(-  jfe)  Licu-kin-lin  1  ein  schmeichlerischer
Mensch.  Er  rief  Yün-ting-hing  und  liess  ihn  als  Greis  des
nahestehenden  Hauses  auftreten.  Yün-ting-hing  ist  ein  thörichter
Mensch,  er  ging  auf  dieses  Wort  ein.  Worüber  ich  mich  vordem
in  Bezug  auf  Lieu-kin-lin  erklärte,  war  diese  Sache/
.Y'ung  zog  einst  jfy  |||  Thsao-miao-thä 2  herbei.  Er
war  mit  der  Tochter  Yün-ting-hing's  im  Gespräche,  während
Thsao-miao-thä  sich  aussen  befand.  In  dem  Gespräche  sagte
er:  Ich  kam  jetzt  dazu,  die  Königin 3  zum  Weine  zu  laden.
Ich  stelle  geradezu  die  Söhne  an  die  Seite  der  gemeinen.  Ich
furchte,  dass  die  Menschen  sich  nicht  unterwerfen,  desswegen
beschloss  ich,  es  zu  gestatten.  Ich  will  nur  die  Hoffnungen
der  Welt  zusammen  fassen/
,Ich  schäme  mich  hinsichtlich  der  Tugend  zwar  vor  Yao
und  Sehün,  doch  ich  geselle  zuletzt  die  Zehntausende  der  Geschlechter ­
  des  Volkes  nicht  einem  entarteten  Sohne  zu.  Ich
fürchte  beständig,  er  wird  das  Umbringen  hinzufugen.  Es  ist
als  ob  ich  einen  grossen  Feind  abwehrte.  Ich  will  ihn  absetzen, ­
  um  die  Welt  zu  beruhigen/
jq  Yuen-min,  Fürst  von  U-vuen,  der  grosse  Heerführer ­
  der  Leibwache  zur  Linken,  machte  Vorstellungen  und
sprach:  In  der  grossen  Sache  der  Absetzung  imd  Einsetzung
hat  der  Himmelssohn  nicht  zweierlei  Worte.  Wenn  die  höchste
Verkündung  und  der  hohe  Wille  ausgeführt  werden,  ist  später
die  Reue  nutzlos.  Das  Wort  der  Verläumdung  hat  keine
Gipfelung.  Nur  derjenige,  vor  dem  ich  unter  der  Stufe  stehe,
möge  es  durchforschen.  —  Die  Rede  Yuen-min’s  war  gerade,
streitend  und  heftig.  Seine  Stimme  war  hart,  seine  Miene
ernst.  Der  Kaiser  antwortete  nicht.
Um  diese  Zeit  reichte  auch  Ki-wei  eine  Denkschrift
empor,  in  welcher  er  die  Ungesetzlichkeit  des  grossen  Sohnes

1  Der  Name  Lien-kin-lin  wird  an  keinem  anderen  Orte  genannt.
*  Auch  dieser  Name  wird  an  keinem  anderen  Orte  genannt.
5  -Königin 4  (M)  wird  die  rechtmässige  Gemahlin  des  grossen  Sohnes
genannt.  Yung  benannte  so  mit  Unrecht  Yün-fschao-biän.
            
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