Darlegungen aus der Geschichte des Hauses Stri.
639
Tochter eines Fleischers. Das Kind liebte sofort das Fleischerhandwerk.
Da jetzt die Genossen nicht seines Gleichen sind,
bringt er sofort in Unordnung Stammhaus und Altäre. Ferner
ist H?|J ^ -(- jfe) Licu-kin-lin 1 ein schmeichlerischer
Mensch. Er rief Yün-ting-hing und liess ihn als Greis des
nahestehenden Hauses auftreten. Yün-ting-hing ist ein thörichter
Mensch, er ging auf dieses Wort ein. Worüber ich mich vordem
in Bezug auf Lieu-kin-lin erklärte, war diese Sache/
.Y'ung zog einst jfy ||| Thsao-miao-thä 2 herbei. Er
war mit der Tochter Yün-ting-hing's im Gespräche, während
Thsao-miao-thä sich aussen befand. In dem Gespräche sagte
er: Ich kam jetzt dazu, die Königin 3 zum Weine zu laden.
Ich stelle geradezu die Söhne an die Seite der gemeinen. Ich
furchte, dass die Menschen sich nicht unterwerfen, desswegen
beschloss ich, es zu gestatten. Ich will nur die Hoffnungen
der Welt zusammen fassen/
,Ich schäme mich hinsichtlich der Tugend zwar vor Yao
und Sehün, doch ich geselle zuletzt die Zehntausende der Geschlechter
des Volkes nicht einem entarteten Sohne zu. Ich
fürchte beständig, er wird das Umbringen hinzufugen. Es ist
als ob ich einen grossen Feind abwehrte. Ich will ihn absetzen,
um die Welt zu beruhigen/
jq Yuen-min, Fürst von U-vuen, der grosse Heerführer
der Leibwache zur Linken, machte Vorstellungen und
sprach: In der grossen Sache der Absetzung imd Einsetzung
hat der Himmelssohn nicht zweierlei Worte. Wenn die höchste
Verkündung und der hohe Wille ausgeführt werden, ist später
die Reue nutzlos. Das Wort der Verläumdung hat keine
Gipfelung. Nur derjenige, vor dem ich unter der Stufe stehe,
möge es durchforschen. — Die Rede Yuen-min’s war gerade,
streitend und heftig. Seine Stimme war hart, seine Miene
ernst. Der Kaiser antwortete nicht.
Um diese Zeit reichte auch Ki-wei eine Denkschrift
empor, in welcher er die Ungesetzlichkeit des grossen Sohnes
1 Der Name Lien-kin-lin wird an keinem anderen Orte genannt.
* Auch dieser Name wird an keinem anderen Orte genannt.
5 -Königin 4 (M) wird die rechtmässige Gemahlin des grossen Sohnes
genannt. Yung benannte so mit Unrecht Yün-fschao-biän.