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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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Pfizmaier.

zuerst  hingerichtet.  Derjenige,  der  jetzt  als  Himmelssohn  auftritt,
  heisst  mich,  nicht  wie  es  hei  den  jüngeren  Brüdern  der
Fall  ist,  in  einer  Sache  und  noch  darüber  nicht  die  Selbständigkeit ­
  erlangen.  —  Er  seufzte  lange  Zeit,  sah  sich  um  und  sagte:
Ich  bemerke  im  Ganzen,  dass  mir  Hindernisse  im  Wege  stehen.
Kao-tsu  sprach:  ,Dieses  Kind  ist  schon  lange  nicht  würdig,
die  Nachfolge  zu  erhalten.  Die  Kaiserin  rieth  mir,  ihn  abzusetzen. ­
  Er  wurde  zur  Zeit,  als  ich  noch  niedrig  und  unbekannt
war,  geboren,  er  ist  wieder  der  älteste  Sohn.  Ich  hoffte,  dass
er  allmälig  sich  ändern  werde,  ich  ertrug  es  bis  jetzt  in  der
Stille/

,Yung  kam  einst  aus  dem  südlichen  %  Yuen-tscheu.
Er  sprach  mit  dem  Könige  von  Wei 1  und  sagte:  M
O-nang 2  ist  mit  mir  nicht  einig  und  mir  nicht  gut.  Die  Frauen
und  Mädchen  sind  mir  auch  verhasst.  —  Dabei  zeigte  er  auf
die  Kaiserin.  Die  Aufwartenden  sagten:  Sie  sind  unsere  Sachen.
—  In  diesen  Worten  sind  manche  Seltsamkeiten  enthalten/
Als  sein  Weib  gestorben  war,  beruhigte  er  die  übriggebliebene ­
  alte  Mütter  durch  einen  Nösselvorhang. 3  Als  seine
Braut  gestorben  war,  hatte  ich  ihn  sehr  im  Verdachte,  dass  er
,B|  !|jj  BJj  Ma-sse-ming  den  Auftrag  gegeben  habe,  sie  durch
Arzneimittel  zu  tödten.  Ich  stellte  ihn  zur  Rede.  Er  sagte
sogleich  unwillig:  Ich  tödte  Yuen-hiao-khiü/wenn
ich  ihm  begegne.  Er  will  mich  dadurch  nur  umbringen  und
seinen  Zorn  anslassen/
,Als  Tschang-ning  5  geboren  war,  nahmen  ich  und
die  Kaiserin  ihn  gemeinschaftlich  in  die  Arme  und  zogen  ihn
auf.  Seit  man  hier  und  dort  im  Busen  trug,  schickte  man
fortgesetzt,  liess  kommen  und  suchte.  Ueberdies  befand  sich
die  Tochter  £  Ä  Yün-ting-hing's  6  auswärts.  Sie  hatte
die  Vereinigung  für  sich  und  gebar:  Wenn  man  diesen  Ursprung ­
  bedenkt,  wie  könnte  es  gewiss  die  eigene  Nachkommenschaft ­
  sein?  Einst  heirathete  der  grosse  Sohn  von  Tsin  die

1  Der  König-  von  Wei  war  ein  Mutterbrnder  des  Kaisers  Kao-tsn.
2  O-nang  ist  eine  Benennung  der  Mutter  nnd  Kaiserin.
3  Ein  kleiner  Vorhang  von  der  Gestalt  eines  umgestiirzten  Massels.
4  Ynen-biao-kbiö  ist  der  bei  Kao-tsn  inGnnst  stehende  Vater  der  Braut  Tang  s*
5  Tschang-ning  ist  Ten.  König  von  Tschang-ning,  der  älteste  Sohn  Yang*?*
s  Ynn-ting-hing  ist  der  Vater  der  oben  erwähnten  Yun-tscbao-hitm.
            
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