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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

Als  Yang-su  zurückk  ehrte,  sagte  er,  Yung  sei  von  Groll
erfüllt,  es  sei  zu  fürchten,  dass  noch  andere  Veränderungen
geschehen.  Es  sei  zu  wünschen,  dass  man  streng  abwehre  und
untersuche.  Als  Kao-tsu  von  den  Verläumdungen  und  Verunglimpfungen ­
  Yang-su’s  hörte,  war  er  sehr  im  Zweifel.  Die
Kaiserin  schickte  ferner  Menschen  zur  Ausspähung.  Die  unbedeutendsten ­
  Dinge  des  östlichen  Palastes  wurden  an  dem
Hofe  zu  Ohren  gebracht.  Man  gab  den  GährungSstoff  hinzu
und  fügte  somit  Verbrechen  zusammen.
Kao-tsu,  durch  die  verkehrten  Berathungen  irregeführt,
hatte  hierauf  Abneigung  gegen  Yung.  Er  stellte  jetzt  von  dem
Thore  Hiuen-wu  bis  zu  dem  Thore  |j£  ^  Te-men
nach  Ermessen  Späher  auf,  damit  sie  Thätigkeit  und  Ruhe
beobachten.  Alles  wurde  sachgemäss  an  dem  Hofe  zu  Ohren
gebracht.  Ferner  wurde  befohlen,  alle  Namentafeln  der  Menschen ­
  der  Leibwache  des  Nachtlagers  in  dem  östlichen  Palaste,
von  denjenigen  der  aufwartenden  Obrigkeiten  aufwärts,  dem
Sammelhause  der  Leibwache  zuzutheilen.  Die  starken  Männer
schloss  man  sämmtlich  ab  und  entfernte  sie.
Der  König  von  Tsin  hiess  ferner  {3^  ^  Kia-thä  für  sich
Ki-wei,  einen  begünstigten  Diener  des  östlichen  Palastes,
Güter  und  Waaren  übersenden  und  diesem  auftragen,  Nachrichten ­
  von  dem  grossen  Sohne  zu  sammeln  und  sie  Yang-su
zu  hinterbringen.  Hierauf  gab  es  in  dem  Inneren  und  Aeusseren
Lärmen  und  Schmähen.  Von  Uebertretungen  und  Vergehen
wurde  täglich  gehört.
Kia-thä  schüchterte  Ki-wei  ein,  indem  er  sagte:  Die  Verbrechen ­
  und  Uebertretungen  des  östlichen  Palastes  sind  dem
Vorgesetzten  und  Höchsten  bekannt.  Man  hat  bereits  eine
heimliche  höchste  Verkündung  empfangen.  Es  ist  bestimmt,
dass  man  absetzen  und  einsetzen  wird.  Wenn  ihr  die  Sachen
hinterbringen  könnet,  so  werdet  ihr  in  grossem  Masse  reich
und  vornehm.  —  Ki-wei  willigte  alsbald  ein.
Im  neunten  Monate  des  Jahres,  Tag  Jin-tse  (49),  kamen
die  Wagen  aus  dem  Palaste  Jin-scheu  angefahren.  Am  nächsten
Tage  bezog  der  Kaiser  die  grosse  Halle  *  J*  Ta-hing.  Er
sprach  zu  den  aufwartenden  Dienern:  Ich  bin  eben  erst  nach
der  Mutterstadt  zurückgekehrt.  Ich  sollte  offenbar  Freude  im
            
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