Ein neuentdecktes Blatt einer Heliandhandschrift.
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Licht brächte. Freilich lässt sich nicht mehr ermitteln, ob das
Buch auch wirklich in Rostock gebunden wurde, ja nicht einmal,
woher es an die Prager Universitätsbibliothek kam; wie
man mich versichert, wird man nicht irren, wenn man annimmt:
aus einem Kloster.
Der folgende Abdruck gibt die Hs. buchstabengetreu
wieder. Auf der. Rückseite kann die Lesung nirgends zweifelhaft
sein, aber auch auf der Vorderseite glücklicher Weise nur
in wenigen Zeilen. Unlesbare Buchstaben sind durch : angedeutet,
weggeschnittene oder durch Löcher ausgefallene ausserdem
durch ( ) bezeichnet. Auf die Raumverhältnisse ist überall
möglichst Rücksicht genommen, im Druck liessen sie sich
freilich nicht immer ganz nach Wunsch anschaulich machen.
Cursiv gedrucktes ist minder deutlich oder mehr oder weniger
unsicher. Im Allgemeinen glaube ich aber an den Stellen, über
welche die Anmerkungen nicht noch besonders Aufschluss
geben, nach wiederholter sorgfältiger Prüfung meiner Lesung
sicher zu sein. An den beschädigtesten Stellen wurde mit
schonender Vorsicht auch Schwefelammonium zu Hilfe genommen.
Die beigegebene Tafel, welche die besser erhaltene
Rückseite wiedergibt, ist freilich nicht ganz nach Wunsch ausgefallen
: es sind einzelne Buchstaben ausgeblieben, die im
Original deutlich sichtbar sind, auch stellt sie einige Male
den Charakter der Buchstaben nicht ganz correct dar; im
ganzen gibt sie aber ein annähernd richtiges Bild der Hs.
(TS.V.958) uuili hluttro giloboN . LefteaN if lera; thuo Niuua(:) 1
(960) lang aftar 2 (: :: : : :)at im fan g(: :::;:) giu :: t 3 god ::
1 Niuua (;)] das zu ergänzende f ist knapp hinter a weggeschnitten.
2 aftar] das anlautende a ist so ziemlich erkennbar, der Rest des Wortes
dagegen unsicher; auf / kann die Spur eines Hakens über der Zeile
führen, der durch das Reagens sichtbar wurde, am Schluss glaubte ich
anfangs ein N zu sehen, was aber weder zum Ueberlieferten te thiu stimmt
noch auf etwas passendes führt, einem N kommt aber ar sehr nahe,
namentlich wenn man den Zustand des Pergamentes an der Stelle erwägt.
Die erste Lücke und der Rest der Zeile erscheinen im Druck um ungefähr
fünf Buchstaben zu weit nach rechts verschoben.
3 giu :: t] auf einer mir vorliegenden Photographie, die auch sonst einzelne
Buchstaben deutlicher hervortreten lässt, ist das ganze Wort giuuet ziemlich
deutlich zu lesen, ebenso Z. 5 fo.