Alterthümer der Hercegovina.
609
gangspunkte über den Fluss') supra Capljina (1 Stunde nördlich
von Gabella, vielleicht das Schloss Novi oberhalb von
Oorica, Jirecek 1. c. u. Anm. 268) et in Dugangie (3 Stunden
nördlich von Gabella).
Der Pfarrsprengel reicht östlich nicht über die Narenta
hinaus. Die Ruinen von Citluk (ultra Humen Krupa), wenn
solche vorhanden, bleiben daher unerwähnt. Desgleichen die
alte Steinbrücke, welche die Bregava kurz vor deren Einmündung
in die Narenta in einem Bogen überspannt und ihrer
berühmten Schwester in Mostar wie ein kleineres Ei dem
grösseren gleicht. Sie ist älter als jene, denn nach einer
ragusanischen Instruction (Jirecek 1. c. S. 86, Anm. 298) reiste
Mustapha-Pascha Sandschak-Beg von Bosnien (1517) aus Sarajevo
in die Nähe von Poöitelj und Dubrave, um seine neue
Brücke über den Fluss Vidoustiza (Bregava) zu sehen. Unerwähnt
bleiben ferner die altslavischen Grabsteine von Tasovöi6i,
welche man auf der Fahrt von Met.kovic nach Mostar bei
dem genannten Ort zu beiden Seiten der Strasse liegen sieht;
unerwähnt endlich das romantische Felsennest Poöitelj am Ausgang
der langen Narentaschlucht. Die genannten Orte gehören
zur Pfarre Dubrave des Bisthums Trebinje, dessen Schematismus
den Alterthümern der Diöcese keine Beachtung schenkt,
obwohl sich im Umkreis derselben slavische Bau- und Grabdenkmäler
in gleicher, wenn nicht grösserer Zahl, wde im
nördlichen Landestheil, finden. Sterneck, der im letzteren nur
fünf altslavische Gräberstätten verzeichnet, setzt in der südlichen
Hercegovina deren dreizehn an, doch gibt es hier wie
dort mindestens zehnmal mehr derselben. Als Fundorte in
diesem Gebiet bezeichnet der Genannte: Stolac, zwei Stellen
südlich von der Krupa bei Metkovic, fünf auf der Strecke
Nevesinje-Ulok, vier zwischen Trebinje und Niksic, eine bei
Bilek. Nach meinen nur auf eigenthümliche oder besonders
merkwürdige Denkmäler gerichteten Erkundigungen sind folgende
von mir nicht besuchte Fundstätten hervorzuheben:
Stolac, */ 2 Stunde vor dem Ort auf dem Wege nach Mostar.
Reicher altslavischer Friedhof mit vielen bildlichen Darstellungen,
von welchen seit Beginn der Occupation bereits mehr-