Alterthümer der Hercegovina.
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Als er von derem Zustand im Geheim einen genügsamen Bericht
eingezogen, so ging er den 12. Junio zu Spalatro mit der Infanterie
und den Morlaken zu Segel und liess dieselbe, als er
sich bis auf eine Meile dem Fluss Narenta genähert, den 15.
allda an Land setzen, wohin auch der General Proveditor
Stephano Capello seinen Marsch richtete und sich mit jenen
zwischen den Festungen Opus und Norino conjügirte, dergestalt,
dass sie ein Corpo von 8000 Mann zu Fusse und 4000 zu
Pferde ausmachten. Dieses rückte bis auf eine Meile an Ciklut,
und damit alle Zugänge und Succurs dahin verhindert wurden,
so fertigte der General Delfino den Obristen Canagetti, einen
Mann, der bei ihm in grossem Aestim stund, mit 3000 Mann
ab, mit Ordre, sich aller Zugänge sammt der Brücke von
Trebisat bis Gabella hin, woher sonsten der Feind den Platz
secundiren könnte, zu versichern, die Brücke war bei 3 Meilen
von der Stadt und zwischen dieser und dem Zollhause daselbst,
noch auf halbem Weg eine Schantze gelegen. Gemeldeter
Obrister trat auch alsobald mit solchen Truppen in der Nacht
seinen March an, um sich der Stille und Dunkelheit zu bedienen,
und sich des Ufers des Flusses zu bemächtigen, welches
ihm auch dermassen glückte, dass er die Hälfte der Brücke
abbrach und der Cavalier Noncovick mit 5000 Mann die Schantze
zwischen der Stadt und dem Zollhause einnahm, sich zugleich
daselbst festsetzte, auch vermittelst Aufwerfung der Erde den
Ort vor Musquettenschiessen deckte und den Feinden den Pass
verwehrte. Ob nun wohl die Türken vermeinten, eine kleine
Diversion zu machen und nach halb abgebrochener Brücke
mit einem Corpo Infanterie und 500 Pferden mit Barquen überzusetzen,
so empfingen sie doch die Morlacken so übel, dass
sie sich eilends retiriren müssen. Und weil die Venetianische
Generalität sich ihrer Retirade und Unordnung bedienen wolte,
so liess selbige in aller Eyl die Artillerie aus den Schiffen,
die Morlacken aber in Ordnung und im Uebrigen die gesammte
regulaire Militz in gehörige militairische Linien bringen und
solchem nach die beiden Thürme, welche auf dem St. Stephans
Berge lagen und zur Defension der Stadt viel dienen konnten,
canoniren. Sie ergaben sich aber nach wenigen Widerstand,
da inzwischen der Obrist Canagetti auch denjenigen Thurn,
welcher die Brücke von Trebisat beschützen sollte, attaquirte