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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Alterthümer  der  Hercegovina.

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Als  er  von  derem  Zustand  im  Geheim  einen  genügsamen  Bericht
eingezogen,  so  ging  er  den  12.  Junio  zu  Spalatro  mit  der  Infanterie ­
  und  den  Morlaken  zu  Segel  und  liess  dieselbe,  als  er
sich  bis  auf  eine  Meile  dem  Fluss  Narenta  genähert,  den  15.
allda  an  Land  setzen,  wohin  auch  der  General  Proveditor
Stephano  Capello  seinen  Marsch  richtete  und  sich  mit  jenen
zwischen  den  Festungen  Opus  und  Norino  conjügirte,  dergestalt,
dass  sie  ein  Corpo  von  8000  Mann  zu  Fusse  und  4000  zu
Pferde  ausmachten.  Dieses  rückte  bis  auf  eine  Meile  an  Ciklut,
und  damit  alle  Zugänge  und  Succurs  dahin  verhindert  wurden,
so  fertigte  der  General  Delfino  den  Obristen  Canagetti,  einen
Mann,  der  bei  ihm  in  grossem  Aestim  stund,  mit  3000  Mann
ab,  mit  Ordre,  sich  aller  Zugänge  sammt  der  Brücke  von
Trebisat  bis  Gabella  hin,  woher  sonsten  der  Feind  den  Platz
secundiren  könnte,  zu  versichern,  die  Brücke  war  bei  3  Meilen
von  der  Stadt  und  zwischen  dieser  und  dem  Zollhause  daselbst,
noch  auf  halbem  Weg  eine  Schantze  gelegen.  Gemeldeter
Obrister  trat  auch  alsobald  mit  solchen  Truppen  in  der  Nacht
seinen  March  an,  um  sich  der  Stille  und  Dunkelheit  zu  bedienen, ­
  und  sich  des  Ufers  des  Flusses  zu  bemächtigen,  welches
ihm  auch  dermassen  glückte,  dass  er  die  Hälfte  der  Brücke
abbrach  und  der  Cavalier  Noncovick  mit  5000  Mann  die  Schantze
zwischen  der  Stadt  und  dem  Zollhause  einnahm,  sich  zugleich
daselbst  festsetzte,  auch  vermittelst  Aufwerfung  der  Erde  den
Ort  vor  Musquettenschiessen  deckte  und  den  Feinden  den  Pass
verwehrte.  Ob  nun  wohl  die  Türken  vermeinten,  eine  kleine
Diversion  zu  machen  und  nach  halb  abgebrochener  Brücke
mit  einem  Corpo  Infanterie  und  500  Pferden  mit  Barquen  überzusetzen, ­
  so  empfingen  sie  doch  die  Morlacken  so  übel,  dass
sie  sich  eilends  retiriren  müssen.  Und  weil  die  Venetianische
Generalität  sich  ihrer  Retirade  und  Unordnung  bedienen  wolte,
so  liess  selbige  in  aller  Eyl  die  Artillerie  aus  den  Schiffen,
die  Morlacken  aber  in  Ordnung  und  im  Uebrigen  die  gesammte
regulaire  Militz  in  gehörige  militairische  Linien  bringen  und
solchem  nach  die  beiden  Thürme,  welche  auf  dem  St.  Stephans
Berge  lagen  und  zur  Defension  der  Stadt  viel  dienen  konnten,
canoniren.  Sie  ergaben  sich  aber  nach  wenigen  Widerstand,
da  inzwischen  der  Obrist  Canagetti  auch  denjenigen  Thurn,
welcher  die  Brücke  von  Trebisat  beschützen  sollte,  attaquirte
            
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