Alterthümer der Hercegovina.
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Konjic und die Hercegovina verlässt,, 1 Stunde nördlich von
dieser Stadt, rechts von der Strasse, eine Burgruine auf hohem
Felsenkegel liegt. Der Zugang zu der Höhe ist in den Stein
gehauen. Die Ruine führt den Namen Giaurski-Grad (Christenburg).
Unterhalb derselben, hart an der Strasse, sind bei fünfzig
alte Grabsteine ohne bemerkenswerthe Sculpturen im dichten
Schwarzdorngebiisch versteckt. Als man eines der Gräber
öffnete, fand man in der blossen Erde ein Skelet derart gekrümmt,
dass man annehmen durfte, der Todte sei in sitzender
Stellung beerdigt worden.
XV. Stadt und Umgebung von Gabella
(Thal der unteren Narenta).
,Gabella 1 est vox italice data huic loco tempore occupationis
venetae ob confinaria vectigalia, quae ibidem exsolvebantur
inter Turcam et venetam rempublicam; prius autem
cum antiquissima civitate Narona coalescebat, cuius Gabella
suburbium erat. Gabellam Humen Neretva ab ortu atque
a meridie lambit, et quia Neretva etiam ultro ad Tasovcidi
usque navigabilis est, Gabella quondam fuit locus sat mercatilis,
uti refert Petrus Gorzoni in Historia Reipublicae
Venetae p. 157 et alibi, quod etiam fieri posse nihil vetat.
(,Das Centrum des ganzen Narentahandels war das mercatum
oder forum Narenti, slavisch Driva oder Drieva genannt, ein
offener, gegen Ueberschwemmungen durch Dämme geschützter
,burgus“ mit einem grossen Zollamt, Salzmagazinen, einer
ragusanischen Colonie u. s. w.; an seiner Stelle wurde in
späteren Jahrhunderten das venetianische Castell Gabella erbaut,
das noch heute wohl bekannt ist. Westlich von diesem
Emporium liegen am Bache Norin die Ruinen des römischen
Narona. König Stephan Tvrdko gründete 1383 eine Burg
Brstanik bei Poöitelj — jetzt dort ein Dorf dieses Namens —
und übertrug die Zollstätte in dieselbe; jedoch seine Schöpfung
ging bald ein und wird nach 1395 selten mehr genannt [1499
als Ruine], Auch Herzog Stipan versuchte den Narentahafen
anderswohin — nach Orman — zu übertragen, aber ebenso
vergeblich.“ Jirecek 1. c. p. 79.)