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Ho e rnes.
sind. Unweit dieser Stelle verbirgt sieb unter Felsklippen
und niederem Gestrüpp eine ansehnliche Menge zum Theil
bildgeschmückter Gruftplatten und sargförmiger Steine. Einer
der letzteren ist auf drei Seiten mit Basreliefs verziert. Vorn
hält eine kleine weibliche Figur links einen Schild, rechts ein
gewaltig langes Schwert; rückwärts sehen wir zwei tanzende
Frauen. Die sculpirte Langseite zeigt einen Reiter mit horizontal
gehaltener Lanze, der umblickend ein zweites lediges
(Beute-) Pferd am Zügel führt. Vier grosse Gruftplatten —
die grösste mit um den Rand laufender Inschrift — liegen
dicht neben einander. Hier das einzige Beispiel von Randschrift
in der Art, wie sie sonst für die mittelalterlichen Grabdenkmäler
charakteristisch ist. Ein anderer Inschriftstein zeigt
Schild und Schwert in Lilienrahmen. Andere Umrahmungen
an den Seitenflächen zweier Platten zeugen von einem seltsamen,
primitiven Ornamentsystem. Eine Stele auf horizontaler
Platte gleicht ganz denen von Sarampovo und Ceresovci. Eine
Platte zeigt Schild und Schwert, auf ersterem Stern und Halbmond.
Der wüste Ort, wo diese und noch eine Unzahl unbedeutender
alter Grabsteine liegen, ward mir Stecki genannt.
Es ist dies ein Gattungsname, der jede solche Gräberstätte
bezeichnen kann, denn die altslavischen Grabmonolithen führen
im Volksmunde diesen Namen. 1 Der Lage nach könnte dieser
Friedhof mit dem vom Schematismus oben Krvia genannten
identisch sein.
Auf den Mostarer Weg zurückgekehrt, sieht man nach
zehn Minuten mitten im Felde unter einem alten Nussbaum
einen sargförmigen Stein von solcher Grösse, dass er aus einiger
Entfernung einer steingebauten Hütte gleicht. In der Nähe
erscheinen die Dimensionen nicht mehr so bedeutend, doch
dürfte dieser Stein einer der grössten derartigen in der Hercegovina
sein. Eine Platte ist viergetheilt (Kreuz, Stern und
zwei Halbmonde füllen die Felder), auf dem Bruchstück einer
andern ist eine Thierfigur (Hund oder Wolf) erhalten.
1 ,Grobni kamenovi i stupovi, koje narod zove stevei (po jedan steeale) a
turski masat. 1 Arkiv za povj. jugosl. IV, p. 142.