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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Alterthümer  der  Hereegovina.

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(Figur  34).  Auf  einer  sehr  grossen  Platte  erscheint  in  plumper
und  grosser  Sculptur  ein  auf  stehendem  Pferde  sitzender  Reiter
mit  nach  vorn  gewendetem  Antlitz.  Die  Füsse  des  Reiters
hängen  unnatürlich  lange  herab,  als  wenn  das  Vorbild  des
Steinmetzen  eine  aus  Kartenpapier  geschnittene  Figur  gewesen
wäre,  der  Schwanz  des  Pferdes  ist  länger  als  dessen  Flinterbeine.
Eine  Viertelstunde  von  Sarampovo,  auf  dem  Wege  nach
Ljutidolac  und  Mostar,  sind  abermals  Gräber  mit  einigen
Sculpturen.  Eine  Platte  ist  in  der  Mitte  längs  getheilt  (links
Schild  und  Schwert,  rechts  ein  Stern)  und  zeigt  an  der  vorderen
Schmalseite  einen  Frauenreigen.  Eine  andere  ist  mit  Schild
und  Schwert  geziert  und  hat  eine  niedrige  Basisstufe  aus  demselben ­
  Steinblock.  Zweihundert  Schritte  weiter  auf  unserem
Wege  finden  wir  links  einen  Hügel  mit  sehr  grossen,  aber  unverzierten
  Gruftplatten,  und  nach  ferneren  hundert  Schritten
in  einem  Weingarten  rechts,  Glavica  genannt,  einen  dritten
Begräbnissplatz  mit  kleineren  Steinen  und  unkenntlichen  Sculpturen. ­
  Dies  sind  die  citirten  vier  Gräberstätten  der  Ortschaft
Uzarici.
b.  Pfarrsprengel  Ljutidolac
(südlich  vom  Blato).
(Blato  .  .  .  .  a  meridie  infra  silvas  continuas  Trtre  et
planitiem  continuatis  incolis  populatur.  Est  igitur  plaga  ad
meridiem  fecunda  quam  plurimum  uvis  bonis  et  multiformis
generis  fructuum.  Singulärem  liaec  planities  epocham  sumpsit
ab  adventu  in  eam  Vesirii  Pasa  Kukavica  1760.)
Ad  plagam  meridionalem  quasi  in  meditullio  longitudinali
est  locus  dictus  Kraljevine  (Regalia)  et  senes  habitatores
traditione  acceperunt  ibidem  regem  ignotum  cum  turcis  acerrimum
  commisisse  bellum,  ipsum  regem  ibi  peremptum  et  sepultum
  nomen  reliquisse  loco.  Addit  traditio  etiam  tune
quemdam  Pasa  cecidisse  et  putant  se  indicare  tumulum  ei  ibi
conditum.  Verum  quidquid  sit  in  re,  sepulcra  tarnen  ibidem
christiana  et  turcica  permulta  sunt,  quaedam  quoque  magnifica.
Alia  autern  traditio  est  utut  historiae  fragmentis  consentiens:
Kraljevine  ideo  vocari,  quod  regis  filius  inter  alia  loca  sibi
in  pheudum  data  etiam  illum  possideret;  quisque  amplectatur
quam  praeadamaverit  sententiam.
            
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