Alterthümer der Hercegovina.
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in Mamici (l‘/ 2 Stunden westlich von Sirokibrig, 1 Stunde
von Koöerin, nach letzterem Orte eingepfarrt);
in Kocerin (2 1 / 2 Stunden westlich von Sirokibrig. Im
Pfarrhause daselbst ist jetzt eine meterhohe Grabstele mit
fünfundzwanzigzeiliger Inschrift eingemauert, welche auf dem
zu Cerigaj — Pfarre Sirokibrig — gehörigen Felde Privalj,
zu Häupten einer viergetheilten Platte mit diagonal gestellten
Halbmonden und Sternen, gefunden wurde. Koöerin wird schon
1452 in ragusanischen Gesandtschaftsacten erwähnt, Jirecek 1.
c. S. 83 und Anm. 287) und erscheint in der gedachten Inschrift
als Kocerina zur Zeit König Ostoja’s [f 1435]);
in Vranic (Podvranic 2V 2 Stunden westlich von Sirokibrig,
wahrscheinlich im Sprengel von Koöerin, erscheint
jedoch nicht im Ortsverzeichniss dieser Pfarre).
Basno (2 Stunden südlich von Sirokibrig. Die kleine
Anzahl verwitterter Grabsteine, an denen keine Sculptur zu
bemerken war, liegt unweit des Pfarrhauses von Rasno zu
beiden Seiten des nach Sirokibrig führenden Weges).
Ledinac (2‘/ 2 Stunden südlich von Sirokibrig, zwischen
ßuziöi und Rasno), sed in hoc coemeterio sunt quinque sepulcra
habentia stemmata regio sanguine prognatorum aut sane summe
nobilium dominorum. (Auf welche Besonderheit im Einzelnen
der Verfasser diese Behauptung gründet, ist schwer zu sagen.
Kaum dürften ihm dabei die Lilienrahmen dreier Gruftplatten,
welche allerdings auf das Wappen des königlichen Hauses
Anjou und [die Zeit Ludwigs des Grossen, der durch seine
Gattin Elisabeth, Tochter Stephans IV., Ban’s von Bosnien,
Herr der Hercegovina geworden, hinweisen, insofern massgebend
sein, dass sich vielleicht eine Tradition von der Bedeutung
der heraldischen Lilie im Lande erhalten habe. Denn einerseits
sind andere, naheliegende und dem Verfasser bekannte
Gräber mit Lilienrahmen, wie die von Seline in Ruzici und
Steöki in Ljutidolac nicht, dafür aber andererseits solche, auf
denen jene Zier nicht vorkommt als Denkmäler königlicher
Sprösslinge bezeichnet. Doch lassen sich, wie die Abbildungen
zeigen, leicht fünf sculpturenreiche Steine als die von P. Bakula
gemeinten hervorheben. Der reichste [Figur 20] ist an
der Oberfläche und drei Seiten sculpirt. Die erstere ist durch
einen Querbalken zweigetheilt und zeigt einerseits drei Quer-