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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Alterthümer  der  Hercegovina.

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Hic  loci  etiam  magnatum  ac  populi  antiqua  sepulcra
plura  extant.  (Obenstellende  Abbildung  [Figur  11]  eines  kleinen
Kreuzes  mit  Halbmond  und  Stern  stammt  vom  Friedhof  Kostenica
  der  Ortschaft  Grab.)
Ml  ade,  prope  S.  Eliae  ecclesiam  (s.  o.)  praemagnifica
atque  multa  nobilium  sepulcra  cernuntur,  sic  pariter  in  Gorica
de  Veljaci.
Arcis  antiquae  in  tota  hac  parochia  unius  tantum  est
recordatio  in  Oraliovlje.
Kleinere  römische  Funde  im  Pfarrsprengel  s.  o.  S.  535.
Mitten  auch  durch  diesen  Sprengel  läuft  die  Römerstrasse,
ist  aber  hier  fast  völlig  im  einstigen  Sumpf-,  jetzigen  Ackerlande ­
  verschwunden.  Sehern,  p.  169:  Flumen  Mlade  (Novae)
dictum,  cum  non  multo  pridem  post  terrae  motum  ex  magna
scaturigine  de  novo  prosiliisset, 1  totam  pretiosam  planitiem
perennibus  inundabat  aquis,  in  quibus  palustres  ignobiles
herbae  ac  silvae  crescentes  vix  tenuissimam  incolis  porrigebant
  utilitatem  penes  etiam  aerem  corruptissimum.  En  igitur
ferme  hesterna  die  quid  Subljubuski  erat:  locus  stagnantium
et  putridarum  aquarum,  immensam  culicum  multitudinem  procreantium.
  In  diesem  jetzt  theilweise  entwässerten  und  bebauten
Inundationsgebiet  stehen  mehrere  alte  Brücken  von  verschiedener ­
  Grösse,  aus  unbehauenen  Bruchsteinen  roh  aber  solid
erbaut,  wahrscheinlich  Reste  einer  mittelalterlichen  Communication,
  die  sich  an  die  Trace  der  Römerstrasse  anschloss,
aber  bereits  mit  der  beginnenden  Stagnation  des  Flusses  zu
kämpfen  hatte.  —  Das  Dorf  ,Velijaki  im  Lande  Hund  erscheint ­
  schon  1395  in  einer  Urkunde  des  Königs  Stephan
Dabisa,  der  es  seiner  Tochter  Stane  unter  der  Bedingung
schenkt,  dass  es  nach  ihrem  Tode  an  den  Fürsten  von  Hum,
Georg  Radivojevic,  und  dessen  Nachkommen  zurückfalle.

1  Es  muss  dahingestellt  bleiben,  ob  diese  Erklärung  des  Flussnamens
richtig  ist,  oder  ob  derselbe  nicht  vielleicht  eine  Uebersetzung  des  lateinischen ­
  Namens  Novae  (j.  Runovici),  der  römischen  Stadt  am  Oberlaufe
desselben  Flusses,  ist  und  an  dem  Flusse  haften  blieb,  wie  der  Stadtname ­
  Bona  (Blagaj)  am  Bunaflusse.
            
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