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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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(p.  28,  Turcae  enim  hie  Danielem  Episcopum  [den  Bischof
von  Duvno,  Dan.  Vladimiroviö,  der  vor  den  Verfolgungen  der
Muhammedaner  nach  Mostar,  und  als  das  dortige  Kloster  ebenfalls ­
  zerstört  worden,  nach  Ljubuski  geflohen  war],  repertum
solito  furore  Martyrio  afficiunt,  conventum  autem  penitus  devastant
  et  quidem  eodem  anno  [1570]  eodemque  occasione,  quibus
  et  Mostariense  subverterant  monasterium.  Nach  Norin.
p.  79  wäre  der  genannte  -Bischof  am  10.  Mai  1563  in  Ljubuski ­
  von  den  Türken  getödtet,  und  geniesst  daselbst,  entweder
in  der  Klosterkirche  St.  Catharina  begraben  oder  von  den
Türken  sorgfältig  verborgen,  fromme  Verehrung.  Hiezu  Schern,
p.  31  s.:  sed  notandum  praefatae  ecclesiae  nonnisi  tenuissima
extare  rudera;  et  ibidem  nihil  turcas  religiöse  servare,  exploratum
  nobis  est.  Ast  communiter  vulgo  ferunt,  in  arce  Ljubuski ­
  Danielem  martyrii  corona  donatum  in  quadam  arcis
turre  a  turcis  zelosissime  custodiri  ob  quandam  invictam  vim
supranaturalem  prohibentem  turcis  in  illam  turrim  ingressum.
Es  ist  ein  ganz  gewöhnlicher  Vertheidigungsthurm,  der  im
Erdgeschoss  keinen  Eingang  zeigt;  der  Zugang  zu  der  oben
befindlichen  Thüre  ist  verfallen.  Man  spricht  auch  von  Minen,
die  in  demselben  gelegt  sein  sollen,  weshalb  die  Türken  den
Thurm  nicht  zu  betreten  wagen.  Aehnliches  wird  von  einem
Thurm  der  Veste  von  Livno  erzählt,  dessen  Thüre  die  Türken
nicht  zu  öffnen  wagten,  da  nach  der  Sage  eine  Art  von  Höllenmaschine ­
  darin  verborgen  sein  sollte.  Einen  zweistöckigen
halbrunden  Thurm  ohne  äusserlich  sichtbaren  Eingang,  in
welchen  nach  der  Volkssage  ein  unterirdischer  Gang  von  der
nahen  Burgruine  führt,  erwähnt  Blau,  Reisen  S.  161  von
Prozor  im  Ramathal.  An  ihn  knüpft  sich  die  Sage  vom  Tode
der  letzten  bosnischen  Königin  Catharina.)  Sunt  quoque  in
Ljubuski  bina  nobilium  antiquorum  coemeteria.
Radiscici  (1  Stunde  nördlich  von  Humac)  rudera  arcis
habet,  nomine  ,Krvnice‘  (sanguinariae)  apud  quam  magnam
quandamstragemcontigissetradunt,  ideoque,Krvnice‘  nominal!.
Zvirici  (2  Stunden  südlich  von  Humac)  innominatae
arcis  rudera  intuetur.  Denique  magnatum  magnifica  sepulcra
sequentibus  in  locis  reperiuntur:
Studenci  (2  Stunden  östlich  von  Humac,  dort  soll  sieh
eine  lateinische  Felsinschrift  finden;  auch  soll  ein  alter  Zweig
            
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