Alterthümer der Hercegovina.
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andern sehr grossen Steines von gleicher Form. Die Steine
liegen beiderseits des Weges auf einem mit alten Eichen bestandenen
Hügel, die bedeutenderen nördlich vom Wege. Hier
stehen auf einer Unterplatte zwei sarkophagförmige Steine dicht
zusammengerückt, der eine, zur Rechten, auf der Stirnseite mit
einem Kreuz, auf der Langseite mit einem wie vom Dach herabhängenden
Halbmond geschmückt. Die Gruppe rechts vom Wege
besteht im Ganzen aus 9 plattenförmigen Steinen [1 mit Kleeblattrahmen,
1 mit besterntem Schild, 1 mit Rosetten und Halbmonden,
1 1 mit Kreuz, Halbmond und Sternen], 18 höheren
oblongen Blöcken mit horizontalen Deckflächen und 6 sarkophagförmigen,
wovon einer umgeworfen ist). Blatnica (1 Stunde
östlich von Cerin) 1 etiam magnificum, in Lipno (2 Stunden
südlich von Cerin) 2, in Cerno (2 Stunden südlich von Cerin
an der Strasse nach Ljubuski) 1, (nach mündlicher Mittheilung
mit figuralen Darstellungen, worunter eine Hirscbjagd erwähnt
wird) apud Kripovac nobile unum. (Unter dem Titel
antichitä di Brocno ed una ara di Silvano hat der gegenwärtige
serbische Unterrichtsminister Stojan Novakovic im Bull,
di archeol. e stör. Dalm. 1877, Nr. 5, p. 70—76, einen Auszug
aus den die Alterthümer von Cerin und Amziöi betreffenden
Abschnitten des Schematismus gegeben.)
IY. Ljubuskopolje
(breites Thalbecken des TrebiSat, südlich und westlich von Ljubuski).
a. Pfarrsprengel Humac
(untere Hälfte des Thalbeckens, südlich von Ljubuski).
Die archäologischen Mittheilungen aus diesem und den
folgenden Sprengeln sind nur im Schern, pro 1867, p. 174 ss.,
1 In den von einem Kreuz gebildeten vier Feldern der Platte stehen,
diagonal gegenüber gestellt, zwei Rosetten (Sterne) und zwei Halbmonde.
Sinn und Herkunft dieser auch in den Katakomben von Jaice und
sonst vorkommenden Grabverzierung verräth ein byzantinisches Denkmal
(Deckel eines Reliquienschreines) aus dem 11. Jahrhundert (in der Kirche
zu Lenczyea in Polen, s. Mon. du moyen äge et de la renaiss. dans l’anc.
Pologne, par Przezdziecki et Rastawiecki, Warschau 1855—1858, Taf. I).
Das Kreuz ist da, Halbmond und Rosette, die hier wohl die Sonne vorstellen
soll, in den oberen Feldern ganz wie auf den bosnisch-hercegovinischen
Denkmälern, in den unteren Feldern aber Maria und Johannes
und auf dem Kreuze Christus.
Bitznngsber. d. phil.-hist. CI. XCVII. Bd. II. Hft. 34