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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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Pfizmaier.

Unterschied  ist.  Es  ziemt  sich,  dass  ihr  beide  die  Gränzen
der  Erde  bewachet.  Solltet  ihr  nicht  zufrieden  sein  und  euch
freuen?  Wie  kommt  es,  dass  ihr  ohne  weiteres  euch  überfallet
und  angreifet?  Ihr  handelt  sehr  meinem  Willen  zuwider.
Der  Gesandte  entschuldigte  sich  wegen  des  Verbrechens.
Kaiser  Kao-tsu  tröstete  ihn  in  grossem  Masse  und  hiess  ihn
bei  dem  Feste,  welches  vor  dem  Kaiser  stattfand,  trinken.
Der  Gesandte  und  alle  seine  Leute  erhoben  sich  und  tanzten.
In  der  Weise  des  Tanzes  war  häufig  die  Vorstellung  von  Kampf
und  Streit.  Der  Kaiser  blickte  hin  und  sprach  zu  den  aufwartenden ­
  Dienern:  Zwischen  Himmel  und  Erde  gibt  es  also
diese  Dinge.  Man  bekundet  immer  die  Absicht,  von  den  Waffen
Gebrauch  zu  machen.  Warum  ist  dieses  so  arg?
Dieses  Reich  verblieb  jedoch  Sui  gegenüber  in  Abgeschlossenheit. ­
  Bloss  die  Stämme  Li-wi  und  Pe-schan  hatten
sich  genähert.
Als  Kaiser  Yang  zum  ersten  Male  sich  in  den  Kampf
mit  Kao-li  einliess,  schlug  er  fortwährend  dessen  Heeresmenge.
M  f§  Tu-ti-ki,  einer  der  grossen  Vordersten  von  Mö-hö,
erschien  an  der  Spitze  seiner  Abtheilung  und  unterwarf  sich.
Man  ernannte  ihn  zum  Grossen  des  glänzenden  Gehaltes  zur
Rechten  und  hiess  ihn  in  »  m  Lieu-tsch’ing  wohnen.
Mit  den  Menschen  der  Gränzgegenden  kommend  und
gehend,  fand  er  an  den  Sitten  des  mittleren  Reiches  Gefallen
und  bat,  Mütze  und  Gürtel  tragen  zu  dürfen.  Der  Kaiser
hiess  dieses  gut.  Er  beschenkte  ihn  mit  Goldbrocat  und  gestreiftem ­
  Taffet,  rühmte  und  begünstigte  ihn.
Zur  Zeit  des  Kriegszuges  nach  Liao-tung  stellte  sich
Tu-ti-ki  au  die  Spitze  seiner  Leute  und  schloss  sich  an.  Er
erwarb  sich  in  allen  Kämpfen  Verdienste.  Die  ihm  zu  Theil
gewordenen  Belohnungen  und  Geschenke  waren  überaus  bedeutend. ­

Im  dreizehnten  Jahre  des  Zeitraumes  Ta-nie  (617  n.  Chr.)
folgte  er  dem  Kaiser  auf  dessen  Zuge  nach  Kiang-tu.  Unvermuthet
  wurde  er  entlassen  und  kehrte  nach  Lieu-tsch’ing  zurück.
Während  er  sich  auf  dem  Wege  befand,  ereignete  sich
der  Aufstand  ^5  Li-ml’s.  Li-mi  entsandte  eine  Streitmacht,
um  ihm  den  Weg  abzuschneiden.  Tu-ti-ki  bestand  vorher  und
nachher  zehn  Kämpfe.  Er  konnte  mit  genauer  Noth  entkommen.
            
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