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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Die  fremdländischen  Reiche  zu  den  Zeiten  der  Sni.

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Geschlechter  dieses  Stammes  leiten  sich  gegenseitig  selbst.  Die
Sitten  sind  mit  denjenigen  des  Reiches  Fu  gleich.  Die  Sprache
ist  etwas  verschieden.  Man  vereinigt  sich  nicht  zu  einem  Ganzen.
Ebenso  haben  jene  Menschen  keine  Geschlechtsnamen.
Der  Jüngiingsname  des  Königs  des  Reiches  Fu  ist
||  I-tsing.
Die  Ausdehnung  des  Reiches  ist  von  Süden  nach  Norden
achthundert  Li,  von  Osten  nach  Süden  eintausend  fünfhundert
Li.  Es  hat  keine  Festen.  Man  legt  nahe  an  den  Flüssen,  in
Thälern  und  zur  Seite  der  steilen  Bergabhänge  Pfahlwerk.
Man  nimmt  gemeiniglich  gerne  Rache.  Man  baut  daher
aus  gehäuften  Steinen  Steinnester, 1  in  welchen  man  wohnt  und
das  Unglück  vermeidet.  Die  höchsten  dieser  Steinnester  sind
bis  zehn  Klafter  hoch,  die  niedrigsten  sind  bis  fünf  oder  sechs
Klafter  hoch.  Jede  Stufe  misst  eine  Klafter  und  man  schliesst
sie  durch  Bäume  ab.  Die  Versperrung  hat  drei  bis  vier  Schritte
im  Umfange.  Die  Höhe  der  Steinnester  hat  zwei  bis  drei
Schritte  im  Umfange.  Sie  sind  von  Gestalt  Pagoden  ähnlich.
An  der  unteren  Stufe  eröffnet  man  ein  kleines  Thor.  Man
steht  von  innen  mit  dem  oberen  Theile  in  Verbindung.  In  der
Nacht  schliesst  man  fest  zu  und  sichert  sich  dadurch  vor  Räubern.
Das  Reich  enthält  zweimal  zehntausend  Häuser.  Die  Verordnungen ­
  gehen  von  dem  Könige  aus.  Die  Erlässe  der  Lenkung
für  das  Fremdland  Kia-liang  bindet  man  an  die  Häuptlinge  und
Vordersten. 2  Schwere  Verbrechen  werden  mit  dem  Tode  bestraft. ­
  Auf  leichte  Verbrechen  steht  eine  Rinderbusse. 3
Die  Menschen  sind  leicht,  hurtig  und  geschickt  im  Angriffe ­
  mit  Schwertern.  Man  verfertigt  grosse  Panzer  aus  gefirnissten ­
  Häuten.  Die  Bogen  sind  sechs  Schuh  lang.  Die
Sehnen  verfertigt  man  aus  Bambus.
Man  gibt  zu  Gattinnen  Mütter  und  Schwägerinnen.  Wenn
Kinder  und  jüngere  Brüder  sterben,  nehmen  Väter  und  ältere
Brüder  ebenfalls  deren  Gattinnen.
Man  liebt  Gesang  und  Tanz.  Man  hat  Trommeln,  Querflöten ­
  und  lange  Flöten.
1  Durch  das  Zeichen  thsao  ausgedrückt.
-  Man  macht  sie  für  die  Ausführung  verantwortlich.
3  Man  wird  an  Rindern,  welche  die  Stelle  von  Geld  vertreten,  gestraft.
            
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