464
Pfizraaier.
opfert man einen Menschen. Bisweilen gebraucht man einen
Affen. Wenn das Opfer beendet ist, geht man in das Gebirge
und bewerkstelligt die Anrufung.
Es gibt einen Vogel gleich einer Fasanhenne. Derselbe
kommt und setzt sich auf die Handfläche. Man reisst ihm den
Bauch auf und betrachtet diesen. Wenn darin Hirsekörner
sind, so ist das Jahr fruchtbar. Sind darin Sand und Steine,
so hat man Himmelsunglück. Man nennt dieses die Wahrsagung
durch den Vogel.
Im sechsten Jahre des Zeitraumes Khai-hoang (586 n. Chr.)
schickte man einen Gesandten an den Hof mit Tribut. Später
wurde dieses unterbrochen.
Das Reich Yen-khi.
Die Hauptstadt des Reiches ^j| ^ Yen-khi liegt siebzig
Li südlich von dem Berge Ö |il Pe-schan. Es ist ein altes
Reich aus den Zeiten der Han. Der Geschlechtsname des
Königs ist Lung, sein Jünglingsname ist ^ Tö-khi.
Die Feste, welche die Hauptstadt ist, hat zwei Li im Umfange.
Das Reich enthält neun Festen und kann tausend Krieger
stellen. Das Reich hat keine Leitung.
Es ist Sitte, Buddha zu verehren. Die Bücher sind von
der Art derjenigen der Braminen.
Die Gebräuche bei Heirathen hatten etwas mit denen des
blumigen Hia gemein.
Die Todten verbrennt man. Man behält die Trauerkleider
durch sieben Tage. Die Männer scheeren das Haupthaar.
Das Land hat Gewinn von Fischen, Salz, Binsen und
Schilfrohr.
Im Osten ist es von Kao-tsch’ang neunhundert Li entfernt.
Im Westen ist es von ^ ^ Kuei-thse neunhundert Li, die
lauter Sandwüste sind, entfernt. Im Südosten ist es von
Kua-tscheu zweitausend zweihundert Li entfernt.
In dem Zeiträume Ta-nie (605- 616 n. Chr.) schickte
man einen Gesandten mit Tribut und den Sachen der Gegenden.