Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

446

Pfizmaier.

dem  ankommenden  Winter  sofort  eine  Stute  auf  ihr  loszulassen.
Man  sagt,  dadurch  erlange  man  eine  Drachenart.
Thu-kö-hoen  erhielt  einst  ein  persisches  Pflanzenpferd.
Er  trieb  es  in  das  Meer,  und  es  brachte  dann  ein  hurtiges
Füllen  zur  Welt.  Dasselbe  konnte  in  einem  Tage  tausend  Li
weit  laufen.  Desswegen  nannte  man  es  um  die  Zeit  das  hurtige
Pferd  des  grünen  Meeres.
Es  gibt  viele  Rinder  der  Kuhschweife.  1  Man  hat  Ueberfluss
  an  Kupfer,  Eisen  und  Zinnober.
Das  Land  begreift  das  Gebiet  von  -j-  ß)  Isfg.  Sehensehen ­
  in  sich.  Zudem  sind  im  äussersten  Nordwesten  mehrere
hundert  Li  fliessenden  Sandes.  Im  Sommer  vexletzt  dort  ein
heissen  Wind  die  Reisenden  xxnd  wirft  sie  zu  Boden.  Wenn
der  Wind  im  Anzuge  ist,  wissen  dieses  die  alten  Kameele
voi'her.  Sie  dehnen  den  Hals  und  schreien.  Sie  stellen  sich
zusammen  xxnd  vergraben  Mund  xxnd  Nase  in  dem  Sande.  Wenn
die  Menschen  dieses  sehen,  erkennen  sie  es.  Sie  verdecken
dann  mit  Filz  Mund  und  Nase  xxnd  vermeiden  das  Unglück.
S  Y  Liü-kua,  der  König  des  Reiches,  plünderte  zu  den
Zeiten  der  (späteren)  Tscheu  öfters  in  den  Gränzgegenden.  Ira
Anfänge  des  Zeitraumes  Khai-hoang  (581  n.  Chr.)  drang  er  mit
seinen  Streitkräften  in  Hung-tscheu  ein.  Kaiser  Kao-tsu,
in  Beti-acht  ziehend,  dass  das  Gebiet  von  PIxxng-tscheu  ausgedehnt, ­
  die  Bewohner  muthig  waren,  that  ihm  Einhalt.  Er
entsandte  Yuen-hiai,  obersten  das  Reich  als  Pfeiler
Stützenden,  mit  dem  Aufträge,  an  der  Spitze  von  mehreren
zehntausend  Fussgängern  und  Reitern  ihn  anzugreifen.
Die  Räuber  schickten  sämmtliche  in  ihrem  Reiche  befindlichen ­
  Streitkräfte  hervor.  Von  Man-teu  bis
Schü-tschün  zogen  gepanzerte  Reiter  ohne  Unterbrechung.
Der  von  ihnen  eingesetzte  allgemeine  Leitende  von  Ho-si,
König  m  m  m  Tschung-li-fang  und  dessen  zxxr  Nachfolge
bestimmter  Sohn  Wfivf  Kho-pö-han  kamen  vorher  und
nachher,  stellten  sich  entgegen  und  kämpften.  Yuen-hiai  griff
sie  fortwährend  heftig  an  und  zertrümmerte  ihre  Macht.  Diejenigen, ­
  die  er  gefangen  nahm  oder  deren  Köpfe  er  erbeutete,
waren  eine  sehr  grosse  Menge.

1  Rinder,  deren  Schweife  zu  Zeichenfahnen  dienen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.