Die fremdländischen Reiche zu den Zeiten der Sui.
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Die Bewohner sind von Gestalt klein und von Farbe
schwarz. Unter den Frauen gibt es auch einige, welche weiss
sind. Sie haben insgesammt krauses Haupthaar und herabhängende
Ohren. Von Gemüthsart sind sie kühn und gewaltthätig.
Die Wohnorte und Geräthschaften sind ziemlich von der
Art derjenigen von Tsch’i-thu. Man hält die rechte Hand für
rein, die linke Hand für unrein. Jeden Morgen wäscht man
sich und reinigt mit Weidenzweigen die Zähne. Man liest mit
lauter Stimme die heiligen Bücher, wäscht sich wieder und nimmt
dann Speise. Wenn man gegessen hat, reinigt man sofort mit
Weidenzweigen die Zähne und liest wieder mit lauter Stimme
die heiligen Bücher.
Die Getränke und Speisen bestehen häufig in Basilienkraut,
Milch, Zucker, kleberlosem Beis, 1 Hirse und Reiskuchen.
Wenn man essen will, nimmt man vorher allerlei Fleischbrühe
und mengt sie mit den Kuchen. Zum Essen bedient man sich
der Hände.
Wer eine Gattin nimmt, übersendet blos ein Kleidungsstück.
Man wählt den Tag, schickt den Vermittler und geht
dem Weibe entgegen. In dem Hause sowohl des Mannes als
des Mädchens geht man durch acht Tage nicht aus. Man zündet
ohne Unterlass Lampen an. Sobald der Mann verheirathet ist,
theilt er mit den Aeltern die Güter und wohnt an einem anderen
Orte. Wenn die Aeltern sterben, geben ihm die jungen Kinder,
welche noch nicht verheirathet sind, die übriggebliebenen Güter.
Sind sie verheirathet, so werden die Güter durch die Obrigkeit
eingezogen.
Was Trauer und Bestattung betrifft, so verzehren Kinder
und Töchter durch sieben Tage keine Speise. Sie scheeren
das Haupthaar und wehklagen. Bonzen, Nonnen, Männer des
Weges, Verwandte und Bekannte kommen, versammeln sich
und geben unter Musikklängen das Geleite. Man verbrennt
den Leichnam in einem aus dem Holze der fünf wohlriechenden
Bäume angemachten Feuer, fasst die Äsche zusammen, füllt sie
in einen goldenen oder silbernen Krug und schafft diesen in
ein grosses Wasser. Die Armen gebrauchen bisweilen ein
irdenes Gefäss, bemalen es aber mit bunten Farben. Es kommt
keng, eine Reisart, welche keinen Kleber enthält.