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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Die  fremdländischen  Reiche  zu  den  Zeiten  der  Sui.

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Gruben  gelangte,  stürzten  viele  seiner  Leute  hinein  und  verbreiteten ­
  Schrecken  und  Entsetzen.  Sein  Kriegsheer  gerieth
hierauf  in  Verwirrung.  Lieu-fang  gestattete  seinen  Kriegern
anzugreifen  und  sprengte  die  Gegner  vollständig  auseinander.
Unter  unaufhörlichen  Kämpfen  wurden  diese  ohne  Weiteres
geschlagen.  Sie  verliessen  hierauf  die  Feste  und  entflohen.
Lieu-fang  drang  in  die  Hauptstadt  und  erbeutete  achtzehn
Vorgesetzte  des  Ahnentempels.  Diese  waren  von  gegossenem
Golde.  Es  gab  nämlich  achtzehn  Geschlechtsalter  des  Reiches.
Lieu-fang  musterte  das  Heer.  Lieu-tschi  kehrte  in  sein
früheres  Land  zurück.  Er  schickte  einen  Gesandten  und  entschuldigte ­
  sich  wegen  seines  Verbrechens.  Das  Erscheinen
an  dem  Hofe  mit  Tribut  ward  in  Folge  dessen  nicht  unterbrochen. ­


Das  Reich  TschT-thu.

Das  Reich  -J-  Tsch’I-thu  ,die  rothe  Erde'  gehört
einem  besonderen  Menschenstamme  von  Fu-nan  und
liegt  in  dem  südlichen  Meere.  Wenn  man  zu  Wasser  hundert
Tage  reist,  gelangt  man  zu  seiner  Hauptstadt.  Die  Farbe
seines  Bodens  ist  häufig  roth.  Desswegen  gab  man  ihm  den
Namen.
Es  gränzt  im  Osten  an  das  Reich  m  $)  P’o-lo-thse,
im  Westen  an  das  Reich  jfe  |||  Jgji  P’o-lo-scha,  im  Süden
an  das  Reich  gfij  |||  Ho-lo-tan,  im  Norden  an  das  grosse
Meer.  Das  Land  hat  mehrere  tausend  Li  im  Umfange.
Der  Geschlechtsname  des  Königs  ist  Geschlecht  Jj^|  4I§‘
Kiü-yün,  sein  Name  ist  ^||  ^  |j|5  Li-fu-to-sai.  Man  weiss
nicht,  ob  der  Besitz  des  Reiches  aus  naher  oder  ferner  Zeit
sich  schreibt.  Man  gibt  an,  sein  Vater  habe  der  Königswürde
entsagt,  sei  ein  Mönch  geworden  und  habe  die  Würde  auf
Li-fu-to-sai  vererbt.  Dieser  befinde  sich  sechzehn  Jahre  auf
seiner  Stufe.
Der  König  hat  drei  Gemahlinnen.  Dieselben  sind  Töchter
der  Könige  der  Nachbarreiche.  Er  bewohnt  die  Feste  ft  j®
Seng-tschi.  Dieselbe  besitzt  dreifache  Thore,  welche  je  hundert
Schritte  von  einander  entfernt  sind.  Auf  jedes  Thor  sind  Bilder
            
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