Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

432

Pfizmaier.

Gebeine  zusammen.  Diejenigen  des  Königs  verschliesst  man
in  einen  goldenen  Krug  und  versenkt  diesen  in  das  Meer.  Diejenigen ­
  der  Inhaber  von  Aemtern  versenkt  man  in  einem  kupfernen ­
  Kruge  in  das  Meer.  Diejenigen  der  gemeinen  Menschen
schafft  man  in  einem  irdenen  Gefässe  in  den  Strom.
Männer  und  Frauen  haben  das  Haupthaar  geschoren  und
folgen  dem  Trauerzuge  bis  zu  der  Haltstelle  des  Wassers.  Nachdem ­
  sie  vollständig  Trauer  gezeigt,  halten  sie  inne.  Wenn  sie
heimkehren,  wehklagen  sie  nicht.  Jeden  siebenten  Tag  brennen
sie  Weihrauch,  streuen  Blumen  und  wehklagen  nochmals.  Nachdem ­
  sie  vollständig  Trauer  gezeigt,  halten  sie  inne.  Nach  siebenmal ­
  sieben  Tagen  hat  es  ein  Ende.  Nach  hundert  Tagen  ist
es  durch  drei  Jahre  ebenfalls  so.
Die  Menschen  dieses  Landes  verehren  Buddha.  Ihre  Schriftzeichen ­
  sind  mit  denjenigen  von  Thien-tschö  (Indien)  'gleich.
Nachdem  Kaiser  Kao-tsu  von  Sui  den  Frieden  in  dem
Reiche  der  Tsch’in  wieder  hergestellt  hatte,  schickte  das  Reich
Lin-yi  einen  Gesandten,  der  die  Sachen  der  Gegend  zum  Geschenke ­
  machte.  Später  war  das  Erscheinen  an  dem  Hofe  mit
Tribut  alsbald  unterbrochen.  Um  diese  Zeit  gab  es  in  der  Welt
nichts  zu  thun.  Sämmtliche  Diener  sprachen  von  Lin-yi,  welches
viele  wunderbare  Kostbarkeiten  besitze.
Gegen  das  Ende  des  Zeitraumes  Jin-scheu  (604  n.  Chr.)
entsandte  der  Kaiser  den  grossen  Heerführer  ^jj  Lieufang
  als  allgemeinen  Leitenden  des  auf  den  Wegen  von  j|||
Kuan-tscheu  einherziehenden  Kriegsheeres  mit  dem  Aufträge,
zehntausend  Fussgänger  und  Reiter  ^  jg  Ning-tschangtsch’in’s,
  stechenden  Vermerkers  von  ^  Khin-tscheu,  i?j5  (jjf^
Li-yün’s,  stechenden  Vermerkers  von  j|||  Kuan-tscheu,  und
f-ps;  Thsin-hiung’s,  Eröffnenden  des  Sammelhauses,  sowie
einige  tausend  Verbrecher  zu  befehligen  und  Lin-yi  anzugreifen.
^  ^  Fan-tschi,  König  von  Lin-yi,  stellte  sich  an  die
Spitze  seiner  Scharen,  bestieg  einen  grossen  Elephanten  und
kämpfte.  Das  Kriegsheer  Lieu-fang’s  richtete  nichts  aus.
Lieu-fang  grub  viele  kleine  Gruben,  bedeckte  sie  oben
mit  Pflanzen  und  forderte  mit  der  Streitmacht  den  Gegner
heraus.  Fan-tschi  stellte  seine  gesammte  Menge  in  Schlachtordnung. ­
  In  dem  Kampfe  ergriff  Lieu-fang  zum  Scheine  die
Flucht.  Fan-tschi  verfolgte  ihn.  Als  er  zu  der  Stelle  der
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.