Ueber die Alexandreis Ulrichs von Eschenbach.
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dieses Geschlechtes Cuono de Gutrat (f circa 1228—1230),
der zwei Söhne hatte, Cuono und Karolus. Nur der letztere
überlebte den Vater (a. a. 0. Nr. 525), er starb mit Hinterlassung
zweier Söhne, Otto und Chuno (s. Nr. 533 v. J. 1243).
Dieser Chuno dürfte derselbe sein, der unserm Ulrich zur Gewinnung
des Gu. behilflich war, er wird es auch sein, von
dem in einem Todtenbuche von St. Peter (Archiv f. österr.
Gesch. XIX, S. 240) unter dem 23. April eingetragen ist:
Chuno de Gutradt cuius memoria peragitur ut prelati, denn
sein Grossvater wird damit schwerlich gemeint sein, da dieser
lange in Streit mit dem Erzbischöfe lebte und wegen Widersetzlichkeit
gegen obrigkeitliche Execution excommunicirt wurde
(Nr. 198).
Ein Dobringen kommt in der Zeit, aus welcher von
Meiller die Regesten edirt sind (1106—1246), nicht vor, doch
waren auch die Dobringen Salzburger. Ekkehart v. D. selbst
kam mehrfach mit Ottokar II. von Böhmen in Berührung:
1270, wo er als Zeuge für den Vertrag zwischen Ottokar und
Friedrich von Salzburg mitunterzeichnet ist (s. Emler, Regg.
Nr. 732), dann 1276, wo vom 3. Mai und 3. Juni für ihn Urkunden
ausgestellt wurden (s. Emler, Regg. Nr. 1017. 1022).
Dieser Ekkehart wird demnach wohl derjenige gewesen
sein, an den sich die Bitte Ulrichs um Vermittlung des
Buches zunächst richtete, und er seinerseits wird erst wieder
die Gefälligkeit des von Gutrat in Anspruch genommen haben,
der dem Kirchenfürsten näher gestanden zu haben scheint.
Die ganze Vermittlung kann aber offenbar nicht zu einer Zeit
stattgefunden haben, wo Ottokar mit dem Erzbischof von Salzburg
in offener Feindschaft lebte. Die Zeit des Friedens zwischen
diesen beiden Pürsten ist aber eine sehr kurze. 1
Schon im Jahre seiner Wahl (1270), als eben Ottokar
Kärnten und Krain in Besitz genommen hatte, erhob der Salzburger
Erzbischof Ansprüche auf eine Reihe von Gütern, die
Ottokar in Besitz hatte. Es wurde wohl eine provisorische
Abkunft getroffen, aber nie eine definitive Ordnung, und seit
der Wahl Rudolfs von Habsburg zum deutschen König war
der Salzburger Erzbischof sein treuester und eifrigster Bundes-1
Vgl. Lorenz, Deutsche Geschichte des XIII. und XIV. Jahrh. II. Bd.
Sitzungsber. d. phil.-hist. CI. XCVII. Bd. II. Hft. 26