Ueber die Alexandreis Ulrichs von Eschenbach.
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vorher erst einiges erzählen, was vor Darias geschah und er
erzählt denn (985—1154) von Nabuchodonosor, der eine goldene
Säule aufstellen liess (Dan. III, 1 ff.), der Jerusalem einnahm
und die Juden nach Babilon führte (Reg. IV, 25), wobei nur
Golodias mit wenigen zurückblieb — diesem Abschnitt folgt eine
geistliche Auslegung, — dann die drei Jünglinge im Feuerofen,
(Dan. III, 12 ff.) und wie der König einem Ochsen gleich
sieben Jahre lang lebte, bis er auf Daniels Gebet wieder seine
Gestalt erhielt (Dan. IV, 22 ff.)
Als Alexander in Jerusalem war, besuchte er auch den
Tempel, und da weiss denn Ulrich, dass ihm der bischof gesagt
hat, wie lange Salomon daran baute, nämlich vierundvierzig
Jahre (5359). Nach Reg. III, 6, 37 ff. wurde aber der Salomonische
Tempel in sieben Jahren gebaut, der zweite (instar
prioris) nach Job. II, 20 in sechsundvierzig Jahren.
Vor dem Kampfe der kleinen Schar Alexanders mit dem
Heere des Darius erzählt Ulrich, wie Gedeon mit wenigen
viele schlug (7158—7247) und ähnlich vor dem Kampfe mit
dem riesigen Geon den Kampf zwischen David und Goliath
(12903-13012).
Doch auch vorher hat Ulrich noch Gelegenheit seine
Bibelkenntniss anzubringen. Bei der Beschreibung des Schildes
des Darius befleissigt er sich grosser Ausführlichkeit. Daselbst
ist der Thurmbau von Babel samint der Sprachverwirrung abg'ebildet
(7616—7636, Gen. XI, 3) wobei Ulrich nach Tradition
den Nemrot als Urheber des Thurmbaues anführt; dort ist
auch die Einnahme Jerusalems abgebildet, (7637'—7681 Ulrich
folgt diesmal Jerem. 38 ff.), während der Maler übergangen
hat, wie Nabuchodonosor ein Ochse war. Doch hat er wieder
den Evilmoradach dargestellt, der den Leichnam seines Vaters
den Geiern zum Frasse gab (7688—7708 vgl. Petrus Comestor
hist. lib. Dan. 5).
Noch breiter ergeht sich Ulrich in der Schilderung des
Grabmales der Gattin des Darius (11129—11820). Er folgt
dabei im Anfang durchaus der Genesis und zwar hat er davon
benutzt: I, 1—9. 11. 14. 19. 20. 26. II, 8. 21. 22. 16. 17. 2.
RJ, 1—6. 23—24. IV, 1—-2. 4. (Ulrich hat hier inflamcivit
Deus super Abel .... gelesen). 8. 19 (Lamech heisst ein
bruoder des Kain, während er doch erst in 7.. Generation von