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T o i s c h e r.
Erörterung über diese Tugenden und den Erzählungen aus
Valerius besteht aber auch ein innerer Zusammenhang, denn
dabei wird Alexanders Benehmen der Roisse und dem Seeräuber
gegenüber als Beispiel angeführt, dass er diese Cardinaltugenden
ausübte. Erzählung mit angehängter Moral enthielt
also sein ,Valerius', und das führt uns darauf diesen unter den
Beispielsammlungen zu suchen, die in erster Linie zu Predigtzwecken,
dann auch zur Unterhaltung und Belehrung überhaupt
zusammengestellt wurden.
Nun kann ich freilich die erste der beiden Geschichten,
die Unterwerfung der Roisse auch darin nicht nachweisen,
ich kann damit nur die Unterwerfung der schönen Escavie
von Asur (bei Ulrich ist der Bräutigam der Roisse Podjus
von Assur) bei Lambert li Tors (Weissman Alexander II, 355)
vergleichen. Desto häufiger findet sich die zweite, Alexander
und der Seeräuber, in den Beispielsammlungen des 14.—15.
Jahrhunderts (s. Gesta Roman, ed. Oesterley S. 504 cap. 146
(138) und dessen Nachweise über diese Geschichte) und noch
häufiger finden sich da zwei andere Märchen, die Ulrich erzählt,
ohne sich auf einen Gewährsmann zu berufen. Das eine davon
ist unter dem Titel Aristoteles und Phillis bekannt (bei Ulrich
Aristander und Candacis 23416—23528), das andere könnte
man etwa ,der gerechte König' betiteln (bei Ulrich 27839
bis 27900, Justinus, den St. Paulus aus der Hölle losbetet).
Die erste von diesen beiden Geschichten findet sich schon im
Pantschatantra: s. die Nachweise bei Fr. Wilh. Val. Schmidt,
zur Disciplina clericalis S. 106 ff. v. d. Hagen, Gesammtabentheuer
I, LXXV—LXXX. John Dunlop, Geschichte der Prosadichtungen
übersetzt von F. Liebrecht, S. 187. Auch die
zweite lässt sich bis ins Alterthum zurück verfolgen, s. Oesterley
zu Gesta Rom. cap. 50 (145), dessen Nachweisungen freilich
nicht vollständig sind, so ist hier gerade die allerausführlichste
Darstellung, die ich kenne, in der Legenda aurea des Jacobus
a Voragine, ed. Grcesse S. 196, (cap. XLVI) nicht 'angeführt.
Diese Geschichte vom gerechten König findet sich in der That
bei Valerius Maximus 6, 5, extr. 3, und Valerius ist in den
Beispielsammlungen denn auch öfter dafür citiert, so in den
Gesta Rom., in der Scala celi u. a. während im Discipulus der
König selbst Valerius heisst. Für das Märchen von Aristoteles