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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

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Toiselier.

Im  Herzog  Ernst  sind,  die  Schnabelleute  im  Lande  Grippia,
wo  sie  eine  überaus  herrliche  Burg  haben.  Sie  sind  an  Händen
und  Füssen  Wohlgestalt,  nur  Hals  und  Haupt  haben  sie  gleich
Kranichen.  Sie  führen  Schild  und  Bogen  und  Köcher  mit
scharfen  Pfeilen,  sind  kriegerisch  und  unternehmen  weite  Züge.
—  Die  Schnabelleute,  von  denen  Ulrich  erzählt  (25163—25175)
haben  Kopf  und  Hals  und  Füsse  wie  Gänse  und  waten  im
Wasser.  Sie  leisten  Alexander  keinerlei  Widerstand.
Die  Arimaspen,  Einsterne  oder  Cyclopes  haben  ein  Auge,
sonst  aber  erfahren  wir  von  ihnen  im  Herzog  Ernst  nichts
besonderes,  von  den  eananäischen  Biesen  wieder  wird  nichts
als  ihre  Grösse  und  Bewaffnung  erwähnt.  —  Ulrich  weiss  von
Biesen  die  nur  ein  Auge  haben,  zu  erzählen  (23157  s.  S.  376  ff.),
wofür  er  sich  ausdrücklich  auf  die  Hdp.  beruft.  Das  ist  zudem
in  einer  ganz  anderen  Partie  erwähnt,  und  kommt  auch  deshalb ­
  hier  nicht  in  Betracht.  Hier  (25073—25090)  erzählt  er
aber  von  Leuten,  die  auch  nur  ein  Auge,  aber  auch  nur  eine
Hand  und  einen  Fuss  haben  und  doch  schneller  laufen  als
andere  Menschen.  Das  erinnert  an  die  Sciopedes  im  Herzog
Ernst  F,  dem  Volksbuche  (bei  Bartsch  274,  34):  das  ist  das
sie  allain  ein  fuoß  habent,  mit  dem  sie  sich  ganz  bedeckent  vor
der  sonnen  glaste,  und  lauffent  so  balde,  das  sie  niemant  erlauffen
mag.  Die  Platliüeve  im  Herzog  Ernst  B,  (D  Platvüe^e)  haben
zwei  gar  breite  Füsse,  ähnlich  wie  Schwäne,  mit  denen  sie
sich  abwechselnd  bei  Ungewitter  decken.  Dem  entspricht,  was
Ulrich  (25176—25180)  erzählt,  dass  Alexander  Leute  fand,
die  sich  mit  den  Füssen  deckten,  was  ihn  sehr  wunderte.
Die  Prechami  oder  Pigmcei,  Picmei.  sind  kleine  Menschlein, ­
  die  allezeit  in  Angst  vor  den  Kranichen  leben  und  sich
vor  denselben  kaum  erwehren  können.  Sie  nähren  sich  von
dem,  was  sie  in  den  Wäldern  finden.  —  Nach  der  Darstellung
Ulrichs  (25053-1-25072)  sind  von  den  Picmei  um-  die  Männer
klein,  die  Weiber  gross  und  stark,  mit  Stangen  bewaffnet,  um
ihre  Männer  vor  den  Greifen  zu  schützen.
Die  Abweichungen  sind  also  so  gross,  dass  nicht  daran
zu  denken  ist,  dass  ein  Buch  vom  Herzog  Ernst  hier  Ulrichs
Quelle  gewesen  ist.  Zudem  weiss  er  keinen  Namen  als  den
der  Picmei,  und  seine  Berufung  findet  sich  nicht  in  einer  der
Partien,  die  wenigstens  einige  Uebereinstimmungeu  zeigen,
            
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