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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Uüber  die  Alexandreis  Ulrichs  von  Eschenhacb.

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Meeres  entgegen  genommen  (24315—24338),  beschliesst  er,  der
weite  ort  zu  erkunden,  wovor  ihn  Tullius,  der  meister  warnt:
was  der  König  aber  nicht  übel  nimmt  (—24355):  also  hat  uns
von  in  beiden  Seneca  bescheiden  (24343).  Denn  Alexander  besass
  die  vier  Tugenden,  die  jeder  Fürst  haben  soll:  gedult,  besclieidenheit,
  vest  gemüete  (reht),  Wahrheit  (—24429):  dise  rede
wir  lesen  von  Valerio,  der  sie  ziuget,  ich  warne,  er  uns  niht  triuget
(24398  ff).  Merket  sie,  ihr  edlen  Jünglinge!  Denn  ein  meister
wise  Oratius  (24424)  sagt,  die  Jugend  müsse  in  der  vorhte  aufwachsen ­
  (—24428).
Nachdem  der  König  noch  zu  Elias  und  Enoch  gekommen,
kehrt  er  wieder  zu  Porus  zurück;  ich  habe  damit  den  Schluss
des  zweiten  Abschnittes  des  X.  Buches  angesetzt.  Auf  dem
neuen  Zuge  dann  fährt  Alexander  in  die  Luft,  er  will  in  die
Hölle  hinab,  weshalb  die  Teufel  so  in  Angst  gerathen  (Gu).
Als  er  durch  einen  grossen  Wald  zieht,  begegnet  er  den  verschiedensten ­
  menschlichen  Fabelwesen,  wobei  sich  Ulrich  einmal ­
  auf
Herzogen  Ernstes  buocli
beruft,  und  wir  wollen  diese  Partie  zunächst  näher  betrachten.
Er  sagt  25100  ff:
wer  des  niht  geloubet,
dise  rede  er  besuoche
in  herzogen  Ernstes  buoche.
eg  enist  so  niht  beliben,
dar  in  si  vil  von  im  geschriben.
Es  bezieht  sich  das  Citat  zunächst  auf  die  Cynocephali.
Schon  Fr.  Pfeiffer  hat  Germ.  I,  461  auf  diese  Stelle  hingewiesen ­
  und,  da  Leute  mit  Hundsköpfen  in  keiner  uns  erhaltenen
Bearbeitung  der  Sage  von  Herzog  Ernst  Vorkommen,  auf  eine
verlorene  geschlossen.  Bartsch,  Herzog  Ernst  CXL  ff.  meint
dagegen,  Ulrich  habe  sich  geirrt  im  Citat,  es  sei  bedenklich
auf  Grund  dessen  eine  verlorene  Bearbeitung  anzunehmen.
Mit  vollem  Recht,  wie  eine  Vergleichung  dieser  Partie
in  dem  Gedichte  Ulrichs  (25043—25180)  mit  den  Berichten
von  den  Wundermenschen  in  der  H.  Ernst  Sage,  zeigt.
Bei  beiden  begegnen:  einäugige  Riesen,  Pygmäen,  Plattfüsse
  und  Schnabelleute.
            
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