Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Ueber  die  Alexaudreis  Ulrichs  von  Esclienhach.

393

lichkeit  niemals  gewesen  war.  Bedenklicher  ist,  dass  Ulr.  die
einfachen  Worte  des  Albertus  wieder  missverstanden  hat.  Der
Name  Aristoteles  war  in  der  Hs.,  die  Ulrich  vor  sich  hatte,
jedenfalls  mit  einer  der  gewöhnlichen  Abkürzungen  für  diesen
Namen  geschrieben  und  das  las  Ulrich  Aristes,  und  nach  dem
mentionem  dicitur  fecisse  lässt  er  diesen  Aristes  zu  einem  Zeichendeuter ­
  werden  und  das  Ereigniss  von  ihm  auslegen.
Lucanus.
Vers  27211  ff.  sagt  Ulrich,  der  Tod  Alexanders  sei  allen
Fürsten  leid  gewesen.  Sie  wollten  alle  seine  Gebeine  in  ihrem
Lande  haben.  Das  gab  seine  Gattin  nicht  zu  und  so  besuchten
sie  oft  sein  Grab.
diu  sorgenriche  reine
lüterte  sin  gebeine,
eg  verbarc  diu  sceldenriche
in  ir  clüs  heimeliche.
diz  bewert  Lucanus.
dö  der  heiser  Julius
durch  sin  wirde  des  gemochte
dag  er  dag  grap  bestwehte,
da$  vant  er  gar  lere.
Julius  wundert  das  sehr,  doch  sah  er  wohl  des  grobes
ncheit.  Diese  Stelle  beruht  auf  Phars.  X,  19  ff:
jEffossum  tumulis  cupide  descendit  in  antrum.
lllic  Pellaei  proles  vesana  Pliilippi
Felix  praedo  iacet  terrarum  vindice  fato
Raptus:  sacratis  totum  spargenda  per  orbetn
Membra  viri  posuere  adytis—-Es
  gehört  freilich  schon  einige  Phantasie  dazu,  um  das
aus  diesen  Versen  herauszubringen,  was  Ulrich  herausgelesen
hat.  Aber  er  citirt  den  Lucanus  schon  früher  einmal,  23997  ff:
Hie  schribet  uns  Lucanus
von  Alexandro  alsus:
Der  niemals  von  etwas  abstand,  womit  er  Ruhm  erwerben
konnte,
er  fuorte  den  starken  Ganges
mit  graben  in  die  Eufrates  ....
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.