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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 97. Band, (Jahrgang 1880)

Ueber  die  Alexandreis  Ulrichs  von  Eschenbach.

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von  unsichtbaren  Geistern  geprügelt  wird.  Diese  Stelle  ist
auch  in  die  ursprüngliche  Gestalt  der  Hdp.  übergegangen
(B  213 l) ):  Illi  autem  accedentes  propius  exierunt  demones  et
flagellarunt  eos.  In  der  späteren  Recension  (D)  ist  das  aber
geändert.  Darnach  wird  der  Mann,  der  sich  den  Bäumen
nähert,  von  einem  unsichtbaren  bösen  Geiste  getödtet.  —
Dass  aus  den  unsichtbaren  Geistern,  die  Schläge  austheilen,
allmählich  ein  Zwergkönig  wurde,  der  dadurch,  dass  er  selbst
unsichtbar  Schläge  austheilt,  dem  König  seine  ungetreuen  Leute
verrätb;  das  scheint  mir  keineswegs  ein  allzu  weiter  Weg,
wenn  sich  auch  nicht  in  der  Phantasie  eines  Dichters  aus  der
Vorlage  etwa  der  Hdp.  unmittelbar  die  reizenden  Gestalten
entwickelt  haben  können,  wie  sie  von  Ulrich  vorgeführt  werden.
Doch  kehren  wir  wieder  zurück  und  suchen  wir  die  Quellen
für  jene  Geschichten  zu  finden,  für  die  sich  Ulrich  auf  bestimmte ­
  Autoren  beruft.  Da  ist  der
Lucidarins
einmal  citiert,  193G0  ff.:
vil  liute  für  in  kämen,
der  gestalt  was  in  wilde,
manigerhande  bilde
such  du  der  künic  unverzagt,
da  von  uns  Lucidarius  sagt.
Man  sieht  schon  an  dem  sehr  allgemein  gehaltenen  Gitat,
dass  Ulrich  von  diesem  Werke  nicht  viel  mehr  als  den  Titel
kannte.
Albertus  Magnus.
Vers  24274  ff.  sagt  Ulrich:
ich  hdn  in  einem  buoch  vernoinen
als  uns  ein  lierre  ze  teilen  tuot,
der  ouch  herze  unde  muot
an  alle  tugent  höret,
der  geschrift  wol  geleret,
von  Köln  der  bischof  Älbrelit.
wir  haben5  da  für  er  schribe  uns  reht.
25*
            
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